Veranstaltung am 19. November Jeder darf bei der Entwicklung Lingens mitgestalten

Meine Nachrichten

Um das Thema Lingen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Die Bürger sollen die Zukunftsstadt Lingen mitgestalten.Die Bürger sollen die Zukunftsstadt Lingen mitgestalten.

Lingen. Die Entwicklung von Flächen in Lingen gewinnt vor dem Hintergrund des demografischen Wandels immer mehr an Bedeutung. Wer an einem Funktionieren bestehender Nachbarschaften interessiert ist, die Lebendigkeit des Stadtraumes festhalten oder verbessern will und dazu beitragen möchte, dass nicht noch mehr Fläche in der Landschaft neuen Siedlungsräumen überlassen wird, hat jetzt die Möglichkeit dazu. Am 19. November findet dazu im IT-Zentrum in Lingen ab 19 Uhr eine Informationsveranstaltung statt.

Das Beste daran: Alle Bürger der Stadt Lingen dürfen sich nicht nur einmischen, sondern sind geradezu dazu aufgerufen, ihre Ideen mitzuteilen.

„An diesem Abend wird der Entwurf für das Konzept zur Innenentwicklung vorgestellt, den die Verwaltung in enger Zusammenarbeit mit einem Arbeitskreis aus politischen Vertretern der Stadt und dem Planungsbüro Post & Welters aus Dortmund erarbeitet“, erläuterte am Freitag Lingens Stadtbaurat Lothar Schreinemacher in einem Gespräch mit unserer Redaktion.

Unter den Bedingungen sich wandelnder Ansprüche an das Wohnumfeld sowie im Hinblick auf den steigenden Stellenwert von Wohn-, Arbeits-, Freizeit- und Erholungsorten in innerstädtischen Lagen spielten Maßnahmen der Innenentwicklung eine wichtige Rolle, um die Attraktivität des Wohn- und Arbeitsstandortes Lingen auch langfristig und damit zukunftsorientiert zu sichern.

„Wir haben die ganze Stadt unter die Lupe genommen und insgesamt 30 Quartiere mit Nachverdichtungspotenzial erkennen können. Von diesen 30 haben wir zehn sogenannte Baublöcke herausgenommen, um mit diesen zu beginnen“, erklärte der Stadtbaurat. Zu diesen Stadtgebieten gehörten unter anderem verschiedene innerstädtische Bereiche, aber auch Quartiere in Laxten, Brögbern, Darme und Holthausen-Biene.

„Wir werden nach dieser Infoveranstaltung in die einzelnen Quartiere gehen, um mit den Bürgern, die dort wohnen, zu sprechen“, erläuterte Schreinemacher die geplante weitere Vorgehensweise der Verwaltung. So sollen zum Beispiel Hausbesitzer mit großen Grundstücken, die früher unter anderem der Eigenversorgung dienten, gefragt werden, ob sie nicht bereit wären, einen Teil ihres Grundstücks zu verkaufen, um dort Bauland zu erschließen.

„Allerdings handelt es sich bei den Baublöcken nur um Vorschläge. Sollte sich in anderen Bereichen der Stadt eine Bereitschaft finden, die geplante Innenentwicklung umzusetzen, findet diese in diesem Prozess Berücksichtigung“, ergänzte der Stadtbaurat.

Zum Hintergrund: Nur in wenigen europäischen Ländern ist seit Ende des Zweiten Weltkrieges so viel Landschaft besiedelt worden wie in Deutschland. „Fläche“ ist jedoch eine endliche Ressource. Sie spielt nicht nur für Landwirtschaft und Versorgung eine wichtige Rolle, sondern bietet auch wichtige Natur-, Erholungs- und Lebensräume.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN