Pflegerinnen besuchen Familien Kaschke und Krieger aus Lingen wollen Kindern helfen

Von Selina Sprick

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Sind für Familien ganz persönlich da: die Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen (links) Viola Krieger und Doreen Kaschke. Foto: Selina SprickSind für Familien ganz persönlich da: die Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen (links) Viola Krieger und Doreen Kaschke. Foto: Selina Sprick

Lingen. Doreen Kaschke und Viola Krieger möchten neben gesunden auch kranken und früh geborenen Kindern helfen. Deshalb haben sie sich zu Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen weiterbilden lassen. Damit sind sie die ersten Absolventen im Emsland.

Die beiden Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen werden in Kooperation vom St.-Bonifatius-Hospital, der Stadt Lingen und dem Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) Lingen eingesetzt. Besuchen sollen sie Familien mit Kindern bis zum dritten Lebensjahr, sie unterstützen und etwa zu Arztbesuchen begleiten. „Es geht um die Anleitung, Schulung und Beratung von Eltern“, erklärt Kaschke, und Krieger ergänzt: „Man kann vor Ort viel mehr bewirken als im Krankenhaus direkt.“

Im September vergangenen Jahres haben die beiden Pflegerinnen ihre Weiterbildung an der Hochschule 21 in Buxtehude in einem kleinen Kurs von fünf Teilnehmern begonnen. „Dadurch war die Weiterbildung sehr intensiv, und man hatte engen Kontakt zu den Dozenten“, sagt Krieger. Entstanden ist während dieser Zeit die Idee einer Broschüre mit dem Titel „Guter Start für Familien“, die auf der Internetseite der Koordinierungsstelle des St.-Bonifatius-Hospitals bereitgestellt werden soll. Darin und auf der Seite selbst soll es Hilfestellungen zu den Themen Schwangerschaft, Partnerschaft, Krankheit und einigem mehr geben.

Die Inhalte der Weiterbildung helfen den beiden Lingenerinnen bereits im Berufsalltag weiter, auch dann, wenn es um Gewalt geht. So arbeitet Kaschke etwa auf der Kinderintensivstation im St.-Bonifatius-Hospital und hat dort oft mit problematischen Familien zu tun. „Doreen hat die Fähigkeit, auf diese Fälle zuzugehen“, stellt ihre Leiterin Marlene Küpker fest.


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