Preisverleihung in der Kunsthalle Ausstellung der Lingener Kunstpreisträgerin eröffnet

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Den Lingener Kunstpreis haben am Freitag Abend (von links) Eva-Maria Essmann als Sponsorin und die Direktorin der Kunsthalle Direktorin Meike Behm an Marieta Chirulescu übergeben. Foto: Caroline TheilingDen Lingener Kunstpreis haben am Freitag Abend (von links) Eva-Maria Essmann als Sponsorin und die Direktorin der Kunsthalle Direktorin Meike Behm an Marieta Chirulescu übergeben. Foto: Caroline Theiling

Lingen. Die Kunsthalle Lingen hat gleich mehrere Anlässe zum Feiern. Sie wird in diesem Jahr 20 Jahre alt und am Freitag ist der Lingener Kunstpreis an Marieta Chirulescu verliehen worden.

Gleichzeitig wurden Ausstellungen der neuen Preisträgerin und des spanischen Künstlers Lluis Mateu (s. Bericht auf dieser Seite) eröffnet. Zahlreiche Gäste waren der Einladung des Kunstvereins gefolgt, sodass die Sitzplätze schon knapp wurden.

„Lingen hat sich durch diesen Preis und durch die gute Arbeit der Kunsthalle weit über die Stadtgrenzen hinaus einen Namen gemacht“, betonte Lingens Oberbürgermeister Dieter Krone in seiner Begrüßung. Er sei stolz darauf, mit dem Kunstpreis hier in Lingen jungen Künstlern eine optimale Plattform bieten zu können. Sein Dank galt neben dem Freundeskreis des Lingener Kunstpreises mit Schirmherr Hermann Bröring vor allem Eva-Maria Essmann, die die Preissumme von 7500 Euro zur Verfügung gestellt hat und zusammen mit Meike Behm, der Direktorin der Kunsthalle, den Preis verliehen hat.

„In diesem Jahr war der Weg zu diesem Preis hingegen ein anderer als vorher“, erklärte Meike Behm den Gästen. Bis vor zwei Jahren waren zwölf Galerien um jeweils zwei Vorschläge gebeten worden. In diesem Jahr waren Leiter von Museen in Deutschland und Österreich um jeweils zwei Vorschläge angefragt worden. Hierüber konnten Künstler berücksichtigt werden, die noch nicht über eine Galerie vertreten wurden.

Die Wahl sei schließlich auf die in Berlin lebende Künstlerin Marieta Chirulescu gefallen. „Ich war völlig überrascht von der Auszeichnung“, sagte sie in einem Gespräch mit der Redaktion. Die Bewerbung habe Angelika Nollert vom neuen Museum in Nürnberg, wo sie 2011 ausgestellt hatte, ohne ihr Wissen eingereicht.

„Ich arbeite gerne offen“, sodass der Betrachter nicht sofort sieht, das ist ein Baum oder eine Landschaft“, sagt sie zu ihrer aktuellen Präsentation. In der Tat erschließen sich die Bilder erst auf einen zweiten Blick. So hängen beispielsweise sieben großformatige Werke an einer Wand parallel zu den Fenstern. Sie sind alle neueren Datums und überwiegend in Weiß gehalten und in einer Kombination aus digitaler Technik wie Kopieren und Scannen und Malerei entstanden. „Weiß lässt mehr Interpretation zu als andere Farben“, erklärt sie. Außerdem komme Weiß im Alltag häufig vor, aus dem sie vielfach ihre Anregungen nehme.

„Diese unprätentiöse, unaufgeregte, eher stille Aura ist es, die uns – oder zumindest mich –festhält. Die mich dazu anhält innezuhalten und mir eine Qualität einer Ausstellung ganz deutlich vor Augen führt: die Entschleunigung“, sagte Kathleen Rahn, Direktorin des Kunstvereins Hannover, in ihrer Laudatio über die Arbeit.

Die Ausstellung ist bis 22. Februar 2015 dienstags bis freitags von 10 bis 17 Uhr zu sehen, samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr.


Die Preisträgerinnen und Preisträger seit Gründung des Kunstpreises 1983

Reinhard Wiczorek 1983

Dagmar Demming 1986

Thomas Jessen1987

Jochen Twelker1990

Rolf Bier1992

Karin Kneffel 1994

Antje Majewski 1998

Matthias Kanter 2000

Amalia Theodorakopoulos2002

Cornelius Völker 2004

Anne-Lise Coste2006

Julia Oschatz 2008

Birgit Megerle 2010

Kim Nekarda2012

Marieta Chirulescu 2014

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