Touristikverband auf gutem Weg Lingen: Emslandradweg in deutschen Top Ten

Von Johannes Franke

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Stellen sich den Anforderungen: Uwe Carli, Marianne Hiebing, Martin Gerenkamp und Julia Jung. Foto: Johannes FrankeStellen sich den Anforderungen: Uwe Carli, Marianne Hiebing, Martin Gerenkamp und Julia Jung. Foto: Johannes Franke

Lingen. Auf der Mitgliederversammlung des Touristikverbandes Emsland hat die1. Vorsitzende, Marianne Hiebing, eine positive Bilanz gezogen. Während ihrer Begrüßungsrede im Hotel „Am Wasserfall“ in Lingen beschrieb sie die allgemeine Entwicklung im Tourismus und konnte für das Emsland wieder auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken.

Zu verdanken sei dies den „gemeinsamen Anstrengungen der öffentlichen und privaten Leistungsträger“. So seien die touristischen Angebote und die Servicequalität weiter ausgebaut worden. Die Übernachtungen stiegen um 3,3 Prozent, die Ankünfte um 8,6 Prozent. Somit werde das Ziel von etwa zwei Millionen Übernachtungen erreicht. Lingen, Papenburg und Haselünne hätten durch den Geschäftsreiseverkehr, die Landesgartenschau und den Radtourismus profitiert.

Kritisch sah Hiebing die langfristige Sommerferienregelung, die auch bei der Touristikwirtschaft zur Kritik führe. Quantitative und qualitative Angebote für bestimmte Zielgruppen sollen das Emsland noch attraktiver werden lassen. „Der kontinuierliche Ausbau des Radwegenetzes, hohe Investitionen der öffentlichen Träger in die touristische Infrastruktur“ und vieles mehr hätten das Emsland zur Radreiseregion gemacht. Vom ADFC sei es als drittbeliebtestes Ziel ausgezeichnet worden. Und der Deutsche Tourismuspreis ging vor zwei Wochen ins Hasetal. Auch bedeute der Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ Lebensqualität vor Ort für die Einwohner und den Tourismus,

Neue Herausforderungen, vor allem im Hinblick auf EU-Fördermittel, kämen auf die „öffentliche Freizeitinfrastruktur“ zu. Abschließend betonte die 1. Vorsitzende: „Wir werden uns den Anforderungen mit Optimismus, Innovationskraft und harter Arbeit stellen und neue Strategien und Maßnahmen entwickeln.“

In ihrem Fachvortrag „Shared travel – wie die Lust am Teilen den Tourismus verändert“, erläuterte Julia Jung, Agenturleiterin „neusta eTourism“ aus Leer, die Vorteile des Online-Marketings. Mehrere Internetportale hätten ihre Angebote auf die Bedürfnisse der Touristen abgestimmt. Der Zusatznutzen sei eine Win-win-Situation sowohl für die Nachfrager als auch für die privaten und öffentlichen Anbieter. Das komplette Reiseerlebnis mit lokalen Gastgebern, Service, Mobilität sowie Persönlichkeit seien unter anderem Erfolgsfaktoren im Bereich der Shareconomy.

Uwe Carli, Geschäftsführer des Touristikverbandes Emsland, stellte den Geschäftsbericht dar. Seine Ausführungen bezogen sich auf die Angebotsentwicklungen, die Verkaufsförderung, die Öffentlichkeitsarbeit und den Ausblick auf die EU-Förderung. Das Emsland belege den dritten Platz unter den beliebtesten deutschen Radreisedestinationen. Die Emsland-Route rangiere an achter Stelle unter den meistbefahrenen Radwegen 2013. Zum beliebtesten deutschen Radfernweg zählt der EmsRadweg auf Platz zehn.

Messen und Infomobiltouren, Emsland-Routen-Wegweiser, Emsland-Selfie-Standorte zählen zum Empfehlungsmarketing, damit die Urlaubsregion Emsland noch bekannter und persönlicher wird.

Die obligatorischen Tagesordnungspunkte wurden einstimmig angenommen. Die Delegierten wählten Marianne Hiebing erneut zur Vorsitzenden sowie Heinz Aepken und Bernhard Overberg zu Stellvertretern.


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