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12.11.2014, 12:14 Uhr NEUE PARKINSONTHERAPIE

Schwellenängste abbauen

Kommentar von Ludger Jungeblut

Schätzungsweise sieben bis zehn Prozent aller Bewohner in Altenpflegeheimen leiden an Parkinson. Foto: Ludger JungeblutSchätzungsweise sieben bis zehn Prozent aller Bewohner in Altenpflegeheimen leiden an Parkinson. Foto: Ludger Jungeblut

Lingen. Wer an Parkinson erkrankt ist, muss um den Erhalt seiner Lebensqualität kämpfen. Wenn technische Systeme wie die videogestützte Parkinsontherapie dabei helfen, das Los der Patienten durch eine zielgerichtetere Behandlung zu verbessern, sollten sie auch genutzt werden, meint Kommentator Ludger Jungeblut.

Die Erfahrungen, die der Lingener Neurologe Dr. Christian Dickopp seit 2006 mit dem System macht, sind ermutigend. Jetzt gilt es, etwaige Schwellenängste vor der Einführung in Pflegeheimen abzubauen. Ist es erst mal einige Male benutzt worden, werden die Betroffenen in den Heimen schnell die Scheu vor der Kamera verlieren. Zur Vertrauensbildung trägt bei, dass es durch telemedizinische Behandlung keine Veränderung der Pflegestufe durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen gibt, da Videoaufnahmen zur Beurteilung der Pflegestufe nicht verwendet werden dürfen.

Mit der Veranstaltung hat das Ärztenetzwerk Genial bewiesen, wie notwendig es ist, im Interesse der Patienten alle Kräfte zu bündeln und Neues zu wagen.


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