Sprachgewalt und Wortwitz Erste Runde Poetry Slam im Lingener Butchers

Finalist Hanno Fischer mit seinem Rap über die Gartenarbeit.Foto: VeranstalterFinalist Hanno Fischer mit seinem Rap über die Gartenarbeit.Foto: Veranstalter

Lingen. Der vom Medienhaus Emsland in Kooperation mit dem EL-Kurier, Butchers und Koschinski organisierte Poetry Slam ist in die erste Runde gegangen und das mit vollem Erfolg. Rund 100 Gäste lauschten den Versen von insgesamt sechs Slammern. Moderator Rafael Kurella, Student der Theaterpädagogik am Campus Lingen, und der Münsteraner Jens Kotalla, erfahrener Slammer, Organisator und Moderator, führten humorvoll durch den Abend.

In der ersten Runde gingen Florian Beelmann aus Lingen, Bastian aus Lingen, Hanno Fischer aus Münster, Kathi Stein aus Handrup, Niko Sioulis aus Gütersloh und Palu aus Münster/Lingen an den Start. Sechs Minuten hatte jeder Teilnehmer Zeit, um das Publikum mit humorvollen oder berührenden Texten für sich zu begeistern. Mittels Wertungstafeln von eins bis zehn entschied eine fünfköpfige Jury, die zufällig aus dem Publikum ausgewählt war, über das Weiterkommen in die nächste Runde.

In der zweiten Runde traten die vier punktstärksten Slammer noch einmal gegeneinander an. Hanno Fischer und Palu konnten sich den Einzug ins Finale sichern. Mit Wortwitz und packender Stimme überzeugte Fischer auch mit einem Rap über die Gartenarbeit: „Der Himmel muss warten, ich geh noch einmal in den Garten“ und riss das Publikum mit sich.

Palu konnte die Gäste mit dem Text „Revolution“ für sich gewinnen. Hier ging es um die gescheiterte Revolution eines 16-Jährigen gegen seine Mutter. Im Gegensatz zu ihr liebt der 16-Jährige seine kaputten Schuhe mit dem Stern. „Und nur weil ich kaputte Schuhe trage, heißt das noch lange nicht, dass ich Drogen nehme.“ Für seinen Auftritt erntete der Münsteraner reichlich Beifall und steht nun am 20. November im Finale.

Am Donnerstag geht es ab 20 Uhr im Butchers in die zweite Runde.