Kontrastreiches Programm Konzert zum Genießen mit dem Emsland-Ensemble

Von Peter Löning

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Lingen. Ansprechend hat das „Emsland-Ensemble“ das Herbstkonzert der Oldenburgischen Landesbank (OLB) gestaltet. Hier handelt es sich um eine längst lieb gewonnene Tradition, die sich mit Bank und Ensemble in den letzten Jahren entwickelt hat. Schließlich ist dieses das achte Konzert gewesen, zu dem sich etliche Interessierte in das Lingener Theater an der Wilhelmshöhe locken ließen.

In seiner Begrüßung fasste sich der Lingener OLB-Chef, Timo Schulte-Renger, betont kurz, überließ es dem Cellisten, Olaf Nießing, moderierend durch den Abend zu führen. Das Emsland-Ensemble , in seiner Erscheinung durchaus variabel, zeigte sich heute als Streichquartett, in zwei Werken um eine Klarinette (Lulzim Bucaliu) bereichert. Es spielten hier Jeanine Thorpe und Sergej Bolotny Violine, Ekatarina Paranova, Viola und Olaf Nießing Violoncello.

„Empfindungen“ stand als Titel über dem Programm, und dass solche sehr unterschiedlich ausfallen können, sollte man bald erfahren. Los ging es mit der wohl berühmtesten Serenade überhaupt, „Eine kleine Nachtmusik“ von Wolfgang Amadeus Mozart – leicht, klangschön und wohl in jedem Takt mitsingbar. Dagegen stand ein sehr bedrückendes zweites Streichquartett von Gideon Klein, einem tschechischen Komponisten, der 1945 im KZ Auschwitz starb.

Das Klarinetten-Quintett von dem Franzosen Jean Françaix im Anschluss gab sich eher spielerisch mit viel Witz und recht eigentümlicher Tonsprache. Frech zuweilen und gespickt mit fragmentarisch angedeuteten Zitaten.

Musik zum reinen Genießen ist sicherlich Mozarts Quintett in A-Dur und hier besonders der langsame Satz, das „Larghetto“, in dem sich die ganze Meisterschaft des Komponisten offenbart. Ein herrliches Stück Musik von traumhafter Schönheit.

Den Abschluss dieses recht langen Programmes machte das „Amerikanische Streichquartett“ von Antonín Dvorák. „Ein Highlight für jeden Spieler“, ließ Nießing wissen. Einiges frühamerikanisches Kolorit paart sich hier mit ungebremster Spielfreude, da macht schon das Hinsehen Spaß.

Eine runde Sache soweit, nur nicht immer wirklich sauber dargeboten. Ein wenig Intonation hier, etwas Synchronität da; gerade in den so sehr berühmten Stücken fallen kleine Unsauberkeiten doch schnell ins Gewicht. Gern aber hört man darüber hinweg, um den Empfindungen freien Lauf zu lassen.


Spende für Musikschulorchester

Am Rande des Herbstkonzertes der OLB im Lingener Theater übergab der Lingener OLB-Chef Timo Schulte-Renger eine Spende in Höhe von 750 Euro an den Leiter der Musikschule, Martin Nieswandt, für das Orchester der Musikschule des Emslandes.

Mit einem Verweis auf das anstehende Jubiläum – die Musikschule wird im kommenden Jahr 50 Jahre alt – übergab Schulte-Renger einen Scheck. „Das werden Sie gut brauchen können.“

Seit die OLB für ihr Herbstkonzert die Eintrittskarten nicht mehr an ihre Kunden verschenkt, sondern diese für einen symbolischen Preis von 5 Euro zum Kauf anbietet, spendet sie die Hälfte der Einnahmen für ausgesuchte Projekte oder Institutionen. Dabei gibt sie Themengebiete vor wie Soziales, Bildung, Kultur oder, wie in diesem Jahr, Musik.

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