Sommer setzt neue Ideen um Kreative Umbaumaßnahmen im Lingener TPZ

Von Caroline Theiling-Brauhardt

Der Leiter des Theaterpädagogischen Zentrums (TPZ) in Lingen, Harald Volker Sommer. Foto: TheilingDer Leiter des Theaterpädagogischen Zentrums (TPZ) in Lingen, Harald Volker Sommer. Foto: Theiling

Lingen. Neu, aber wieder erkennbar möchte der neue Leiter des Theaterpädagogischen Zentrums (TPZ) in Lingen, Harald Volker Sommer, das Professorenhaus am Universitätsplatz umgestalten. Das hat der Theaterpädagoge während der jüngsten Sitzung des Kulturausschusses angekündigt und in einem Gespräch mit unserer Redaktion näher erläutert.

„Zunächst wird das Café ein neues Gesicht erhalten“, freut sich Sommer, der als gebürtiger Wiener da noch einiges an Potenzial sieht. Glücklicherweise habe sich auch ein Sponsor gefunden, der eine neue Einrichtung inklusive Vorhängen und Malerarbeiten finanziert, berichtet er weiter. „Wir können uns vorstellen, dort auch abends Veranstaltungen wie Lesungen anzubieten.“ Mit einer neuen Karte, die sowohl Süßes wie auch Herzhaftes anbieten soll, und erweiterten Öffnungszeiten, beispielsweise im Anschluss an Aufführungen, wolle er das Café „aus dem Dornröschenschlaf“ wecken. Außerdem ist geplant, hier Kunst aus der Sammlung der Stadt Lingen aufzuhängen, um sie einer größeren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Die ersten „kreativen Umbaumaßnahmen“, wie Sommer sie nennt, laufen bereits in den Herbstferien. Und wenn alles nach Plan geht, hofft er auf eine Öffnung zum Winterzauber vom 5. bis 7. Dezember auf dem Universitätsplatz.

Nach den Vorstellungen des TPZ-Leiters soll das Atrium wieder Veranstaltungsraum werden. Es soll ebenso wie der Rest des Erdgeschosses einen neuen Anstrich erhalten und anschließend Angebote für (junge) Erwachsene vorhalten. Angedacht ist, eine Jugendreihe ins Leben zu rufen, um diese Altersgruppe mehr anzusprechen. Die jungen Leute sollen hier „eine coole Location“ vorfinden.

Dementsprechend werden die Kinder ihren Platz im ersten Obergeschoss finden. Sommer möchte das Angebot verdichten und für alle Altersgruppen, auch für die Allerkleinsten, etwas anbieten.

Insgesamt müsse das Kursprogramm überarbeitet werden. Manche Kurse seien schon sehr lange mit denselben Teilnehmern belegt, und Personen auf den Wartelisten hätten nur wenige Chancen. Auch das Thema Inklusion spielt bei dem Theaterpädagogen eine wichtige Rolle. „Mit der ‚Blauwäsche‘ und ‚Total normal‘ haben wir schon ein gutes Angebot, aber ich wünsche mir noch mehr Mischung.“ Das erfordere dann aber wiederum einen anderen Betreuungsschlüssel.

„Medien sind ein Bereich, der sich zwar in unserem Namen findet, aber in der Praxis bislang wenig Umsetzung erfährt“, spricht Sommer ein weiteres Thema an, für das er sich Veränderung wünscht. Hier kann er sich eine Zusammenarbeit mit der Hochschule und dem Lingener Centralkino vorstellen.

Aber nicht nur im Hochschulbereich, sondern auch an den allgemeinbildenden Schulen ist für Sommer eine Kooperation denkbar, um dort auch die Möglichkeit anzubieten, theaterpädagogisch zu arbeiten. Das könnte beispielsweise im Fach Deutsch sein, wenn abiturrelevante Theaterstücke auf dem Stundenplan stehen.

Erste Veränderungen, die seine Handschrift tragen, sollen laut Sommer bereits im Kursheft für das zweite Halbjahr zu finden sein und natürlich im Café.