Kosten von 225.000 Euro Haus der Lustigen Musikanten in Lingen eingeweiht

Von Felix Reis

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Lingen. Mit ihrem eigenen Musikvereinshaus haben die Lustigen Musikanten aus Brögbern etwas geschaffen, was im Emsland, aber auch in Niedersachsen selten sein dürfte. Ermöglicht haben dies Mitglieder und Bürger aus dem Lingener Ortsteil, die 6602 Stunden lang selbst mit anpackten und die Baukosten so drückten. Auch deshalb war die Freude bei allen Beteiligten und den Gästen sehr groß, als das Haus an der Duisenburger Straße am Freitag eingeweiht worden ist.

Die Zahl der Namen war groß, die der Vorsitzende des Musikvereins , Bernhard Jansen, auf seiner Begrüßungsliste hatte. Neben Brögberner Bürgern, die ehrenamtlich durch Eigenleistungen den Bau unterstützten, Frühstückshelferinnen, Vertretern von Firmen, Nachbarn und Vertretern aus Politik und Verwaltung begrüßte Jansen auch Lingens Ersten Bürgermeister Heinz Tellmann, den stellvertretenden Landrat Heinz Rolfes sowie Pastor Hartmut Sinningen und Pastorin Susanne Kuhland.

„Den ersten Meilenstein haben wir selber gesetzt, als sich 2002 92 Prozent der Mitglieder und 100 Prozent der Musiker in geheimer Wahl entschieden, die Planungen für den Bau eines Musikvereinshauses in Angriff zu nehmen“, erinnerte Jansen. Drei Jahre später überraschte das damalige Stadtratsmitglied Bernhard Teschke auf der Mitgliederversammlung mit der freudigen Nachricht, dass die Stadt Lingen das Vorhaben mit 40000 Euro fördern würde.

„Das Jahr 2011 brachte dann den entscheidenden Durchbruch“, so Jansen weiter. Durch Vermittlung von Ehrenlandrat Hermann Bröring bewilligte die Emsländische Sparkassenstiftung 40.000 Euro. Von der Volksbank Lingen und der VR-Stiftung kamen zusammen 10.300 Euro. Weitere 20.000 Euro stellte der Landkreis Emsland zur Verfügung. Die Gesamtkosten von 225.000 Euro finanzieren sich somit aus 60.000 Euro öffentlichen Zuschüsse, 55.000 Euro Spenden sowie einem Eigenanteil von 110.000 Euro.

Die heimischen Firmen Ingenieurbüro Zech, Holzrahmenbau Abeln, Bauunternehmen Gels, Heizung- und Sanitärbetrieb Heilen, Elek-
tro Holtgreve & Schramml, Tischlerei Herbers sowie der Malerbetrieb Matthias Meemann standen beim Bau mit günstigen Angeboten und Spenden zur Seite.

„Sie haben eine wahre Mammutaufgabe gelöst“, sagte der Erste Bürgermeister Heinz Tellmann. Der Bau des Musikvereinsheims wäre sicherlich nicht möglich gewesen ohne die rund 6000 Stunden Eigenleistung. „Die Brögberner sind schon etwas ganz Besonderes, und die Lustigen Musikanten stechen dabei noch einmal heraus“, ergänzte er.

„Das hohe Engagement und die immensen Eigenleistungen über so einen langen Zeitraum durchzuhalten ist schon bemerkenswert“, lobte Heinz Rolfes. Er freute sich über die gute Entwicklung in den Ortsteilen im Emsland.

Lob von den Ortsratsmitgliedern Norbert Abeln und Michael Teschke sowie die traditionelle Überreichung von Brot und Salz durch den Heimatvereinsvorsitzenden Walter Ströer schlossen sich an. Humorvoll bedankte sich Spielervertreterin Wiebke Jansen bei Stefan Greiten, Bernhard Jansen, Detlef Stach, Norbert Thien und Klaus Weßling. Sie hatten mit 3704 Stunden den größten Anteil an den Eigenleistungen. Zum Abschluss der Einweihungsfeier segneten Pfarrer Hartmut Sinningen und Pastorin Susanne Kuhland die Räume.

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