Veranstaltungen am 9. November Erinnerung an Pogromnacht in Lingen

Nach der Gedenkfeier in Lingen am 9. November berichtet Anne Scherger an Stolpersteinen über das Schicksal jüdischer Mitbürger. Foto: Stadt LingenNach der Gedenkfeier in Lingen am 9. November berichtet Anne Scherger an Stolpersteinen über das Schicksal jüdischer Mitbürger. Foto: Stadt Lingen

Lingen. Die Reichspogromnacht und der Jahrestag der Synagogenzerstörung jähren sich zum 76. Mal. In Zusammenarbeit mit dem Forum Juden-Christen Altkreis Lingen lädt die Stadt Lingen auch in diesem Jahr zu Gedenkveranstaltungen am 9. November ein.

Um 18 Uhr wird zunächst ein ökumenischer Gottesdienst in der katholischen St.Josef-Kirche in der Josefstraße abgehalten. Eine Gedenkfeier mit Kranzniederlegung findet um 19 Uhr am Lern- und Gedenkort Jüdische Schule , Jakob-Wolff-Straße 1, statt. Nach der Feier am Gedenkstein am Ort der Lingener Synagoge sind alle eingeladen, mit zu einem der Lingener Stolpersteine zu gehen. Anne Scherger wird über das Schicksal der jüdischen Mitbürger, die dort lebten, berichten.

Oberbürgermeister Dieter Krone hofft, dass die Veranstaltungen dazu beitragen, die Erinnerung wach zu halten: „Gedenken bedeutet die Vergangenheit sicht- und greifbar zu machen – insbesondere für jene, die sie nicht selbst erlebt haben. Die Zahl derer, die aus eigenem Erleben heraus Zeugnis geben können, sinkt. Umso wichtiger ist es, immer wieder aufs Neue Fakten zu vermitteln, diesen Teil der deutschen Geschichte in die Erinnerung zu rufen und so auch gegen Vorurteile anzugehen.“