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Polizei drängt Demonstranten ab Atomkraftgegner blockieren bis 15.15 Uhr ANF in Lingen

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Atomkraftgegner blockieren seit Dienstagmittag erneut die Brennelementefabrik ANF in Lingen. Foto: Felix ReisAtomkraftgegner blockieren seit Dienstagmittag erneut die Brennelementefabrik ANF in Lingen. Foto: Felix Reis

fxr/mir Lingen. Atomkraftgegner haben Dienstagmittag von 11.20 Uhr bis gegen 15.15 Uhr erneut die Brennelementefabrik ANF in Lingen blockiert. Nachdem die Polizei die Blockierer von der Straße gedrängt hatte, beendeten sie schließlich die Aktion.

Am frühen Nachmittag ließen sie erst nach mehrmaliger Aufforderung durch die Polizei vier Firmenfahrzeuge passieren. Die 16 Atomkraftgegner verteilten Modellatommüll auf der Zufahrtsstraße und hängten roserne Einhörner auf, auf denen die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen gefordert wird.

Die Polizei hatte sich auf die Blockade vorbereiten können, da diese im Internet angekündigt worden war . Nach Angaben von Einsatzleiter Klaus Herbers habe die Polizei, die mit zwölf Beamten im Einsatz ist, verhindern können, dass Demonstranten wie in den Vorjahren Seile über die Straße spannen und mit einer Kletteraktion die Straße blockieren. 2012 und 2013 musste jeweils das Höheninterventionsteam vom Sondereinsatzkommando der Polizei aus Hannover gerufen werden.

Hintergrund der Protestaktion sei der geplante Prozessauftakt vor dem Amtsgericht Lingen gegen Atomkraftgegner wegen einer Blockade der Brennelementefabrik im letzten Jahr gewesen. Diese Termine habe das Gericht jedoch „kommentarlos zurückgezogen“, heißt es in einer E-Mail der Protestler an unsere Redaktion.

Der Direktor des Lingener Amtsgerichts, Michael Schwickert, erklärte hierzu auf Nachfrage, dass es derzeit keine Prozesstermine wegen Blockaden von ANF gebe. Angesetzte Termine seien abgesetzt worden, weil nach Ansicht der zuständigen Richter nicht ausreichend ermittelt worden sei oder die Staatsanwaltschaft Anträge auf Einleitung eines Strafverfahrens zurückgenommen habe.

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