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Verein erbittet Unterstützung Wer will den Tieren in Lingen helfen?

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Nur mit viel Idealismus lässt sich das Tierheim in Lingen betreiben. Im Bild Sonja Rolfes und Stephan Mathias mit Hund Snoopy. Foto: Tierschutzverein LingenNur mit viel Idealismus lässt sich das Tierheim in Lingen betreiben. Im Bild Sonja Rolfes und Stephan Mathias mit Hund Snoopy. Foto: Tierschutzverein Lingen

Lingen. Der Tierschutzverein Lingen und Umgebung ist weiterhin auf die intensive Unterstützung der Bürger angewiesen, um seine wichtigen Aufgaben erfüllen zu können.

Darauf haben der erste Vorsitzende Stephan Mathias und seine Stellvertreterin Sonja Rolfes in einer Presseerklärung aus Anlass des Welttierschutztages am 4. Oktober verwiesen. Das Tierheim an der Husarenstraße und der Tierschutzverein bilden eine Einheit. Der Tierschutzverein betreibt das Tierheim. Diese ehrenamtliche Aufgabe ist sehr umfangreich und zeitintensiv. Man könnte es mit der Führung eines mittelständischen Unternehmens vergleichen. Zu den Aufgaben gehöre die Mitarbeiterbetreuung, die Instandhaltung des Gebäudes und des Grundstückes, die Bearbeitung von Tierschutzfällen, die Organisation von Events, das Abwickeln der kaufmännischen Belange, das Bearbeiten der Internetseite und natürlich die Vermittlung von Tiere.

Zurzeit beschäftigt das Tierheim einen kaufmännischen Mitarbeiter, vier Tierpfleger und eine Auszubildende. Es wird täglich in zwei Schichten gearbeitet, damit die Versorgung der Tiere über zwölf Stunden am Tag gesichert ist. „Das lässt einen manchmal an die Grenzen stoßen, aber die finanziellen Möglichkeiten lassen mehr Personal nicht zu“, betont Sonja Rolfes.

Denn es kommen nach ihren Worten noch die weiteren Kosten für die Unterhaltung wie Strom, Gas, Wasser und Müllentsorgung dazu. „Von den Kosten für die Tiere, wie Tierarzt und Futter gar nicht zu sprechen.“ Gerade deswegen seien der Tierschutzverein beziehungsweise das Tierheim auf vielfältige Unterstützung angewiesen.

Die Vermittlungsgebühren, die Mitgliedsbeiträge sowie die Spenden seien zurzeit die einzige Einnahmequelle und deshalb von großer Bedeutung für die Tierfreunde.

Sonja Rolfes: „Wir benötigen dringend die Unterstützung aus der Bevölkerung und der Firmen, denn wir helfen denen, die hilflos sind.“ Am 12. Oktober findet um 14 Uhr eine Tiersegnung im Tierheim statt.


Liebevoll kümmern sich die Mitarbeiter des Lingener Tierheims um jedes einzelne Tier. Beispiel ist der Hund Snoopy: Er wurde aus Krankheitsgründen im Tierheim abgegeben. Im Tierheim bemerkte man schnell, dass ihm das Laufen Schwierigkeiten machte. Die Operation in einer Klinik war nötig und verursachte hohe Kosten.

Snoopy hat eine alte Fraktur am Vorderfußwurzelgelenk, die schlecht zusammen gewachsen war. Bei ihm war die Vorderpfote am Unterarm zusammengewachsen und hat starke Schmerzen verursacht. Bei der OP wurde der alte Bruch gerichtet und geplattet. Snoppy wird nun im Tierheim versorgt, damit er hoffentlich bald in ein schmerzfreies Leben in einem neuen Zuhause führen kann.

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