Janine I. zur Apfelkönigin gekrönt Tausende Besucher beim Apfelfest in Clusorth-Bramhar

Von Christiane Adam


Lingen. Janine die Erste hat die Regentschaft in Clusorth-Bramhar übernommen: Beim achten Apfelfest ist die fünfte Apfelkönigin mit den Insignien der Macht gekrönt worden. Lingens erster Bürgermeister Heinz Tellmann setzte ihr die Krone auf, der Ortsbürgermeister von Clusorth-Bramhar, Hermann Gebbeken, legte ihr die Schärpe um, und von Heinz Rolfes, Mitglied des Landtages, erhielt sie das Zepter.

Janine Fastabend löst damit ihre Vorgängerin Kira die Erste ab und wird von nun an „Clusorth-Bramhar ganz herzlich vertreten“, wie sie bei ihrer Amtsübernahme versprach. Mit Herz wird das Apfelfest in der Tat ausgerichtet, das ist bei der liebevollen Auswahl von Programmpunkten und Verkaufs- und Aktionsständen auf dem schier unendlich großen Marktplatz im sonst so beschaulichen Clusorth-Bramhar zu spüren.

Einmal im Jahr zieht das Apfelfest, das sich nicht nur zur Aufgabe gemacht hat, den Apfel in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu ziehen, sondern auch traditionelle Handwerkskunst und althergebrachte Produkte in Erinnerung zu bringen, Tausende von Besucher in den nordöstlichsten Ortsteil Lingens. Neben frisch vor Ort gemostetem Apfelsaft, dem längsten Apfelstrudel des Emslandes, hausgebackenem Apfelkuchen in vielen Variationen, Apfelbratwurst, Apfelmus und natürlich puren Speiseäpfeln gab es Seiler, Spinnerinnen, Motorsägenkünstler, Schmiede, Wäscherinnen, Traktorliebhaber und allerlei Demonstrationen von handwerklichem Geschick. Konfitüren, Spielarten von manufakturiertem Senf, diverse Obstsäfte, Brote und allerlei mehr Speisen waren für die heimische Küche zu erwerben. Häufig verkauften die Marktbeschicker ihre Produkte in traditioneller Bekleidung.

Für die Volkstanzgruppen galt dies ohnehin. Sie zeigten ihre fröhlichen Reigen in bunten Röcken und Hauben, sehr zur Freude der kleinen Mädchen, die es ihnen vor der Bühne nachtaten. Christian Hüser kam anschließend, um die Tanzlust der Kleinen aufzugreifen, und tanzte mit ihnen und ihren Eltern Samba und den Ententanz. Viel Lob war hörbar, vor allem für das Organisationsteam um die Projektleiterin Monika Menke. „Macht einfach so weiter“, forderte Ortsbürgermeister Gebbeken das Apfelfestteam auf.

Das Team des Apfelfestes hatte das achte Fest seiner Art um eine neue Spielart erweitert, denn erstmals gab es am Vorabend einen Poetry Slam op Platt. Aber auch Petrus gebührte Dank, denn bislang sei das Wetter auf allen acht Apfelfesten großartig gewesen.

Aber wie wird man nun eigentlich zur Apfelkönigin gekürt? Diese Frage konnte uns Janine die Erste, die im bürgerlichen Leben als Maschinenführerin arbeitet, beantworten: Auf der Homepage www.apfelfest.net kann man sich informieren und bewerben. Eine Bewerberin muss mindestens 18 Jahre alt sein und in unmittelbarer Umgebung von Clusorth-Bramhar leben. Dann erwartet die Königin ein aufregendes Jahr, in dem Kira die Erste beispielsweise „ beim Landesvater in Hannover mit vielen anderen Königinnen empfangen wurde “, wie Landtagsmitglied Rolfes zu berichten wusste.

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