Projekt des Heimatvereins Lingener Kinder lernen den Weg der Kartoffel kennen

Von Christiane Adam


Lingen. Die Kartoffel ist ein Nahrungsmittel, das von Kindern insbesondere in Form von Pommes Frites oder als Chips geliebt wird. Doch wie entsteht die Hauptzutat für die goldgelb frittierten Naschereien? Und was kann außerdem aus dieser Knolle zubereitet werden? Diese Fragen zu beantworten war eines der Anliegen von Johann Högemann, der gemeinsam mit dem Heimatverein Holthausen-Biene erstmalig das Kartoffelprojekt für die Grundschüler im Lingener Ortsteil aufgesetzt hatte.

Lingen. Die Kartoffel ist ein Nahrungsmittel, das von Kindern insbesondere in Form von Pommes frites oder als Chips geliebt wird. Doch wie entsteht die Hauptzutat für die goldgelb frittierten Naschereien? Und was kann außerdem aus dieser Knolle zubereitet werden? Diese Fragen zu beantworten war eines der Anliegen von Johann Högemann, der gemeinsam mit dem Heimatverein Holthausen-Biene erstmalig das Kartoffelprojekt für die Grundschüler aufgesetzt hatte.

Ein etwa 400 Quadratmeter großer Streifen direkt am Kreuzbach im Schoolweg diente als Versuchsfeld. „Alfred Krummen hat uns diese Ecke auf seinem Acker kostenlos zur Verfügung gestellt“, bedankte sich Högemann für die Möglichkeit, fußläufig zur Grundschule Holthausen das Projekt durchführen zu können.

Am Montag konnte die Ernte eingefahren werden. Klassenweise kamen die Kinder mit ihren Lehrern zum Feld, wo sie die drei unterschiedlichen Kartoffelsorten in Tragetüten einsammeln durften. Die Einsicht, dass landwirtschaftliche Arbeit nicht immer ein Zuckerschlecken ist, war ein Nebeneffekt an diesem verregneten und lausig kalten Herbstvormittag. „Erinnert ihr euch noch daran, wie wir die Kartoffeln im April eingepflanzt haben? Jetzt sind aus jeder Pflanzkartoffel fünf bis zwanzig Speisekartoffeln entstanden. Meint ihr, dasselbe würde passieren, wenn ihr einen Euro einpflanzt?“

Jede Klasse erhielt von Högemann eine Einführung ins Thema Kartoffel, bevor es an die Ernte ging. Im Hintergrund hatten die Männer des Heimatvereins freilich den Acker schon mit Forken aufgewühlt, denn Schwerstarbeit sollten die Kleinen natürlich nicht leisten.

Gerichte zubereitet

Belana, Annabelle und Lady Rosetta lauten die Namen der Sorten, die auf dem Versuchsfeld angebaut worden waren. Die Belana ist rund, Annabelle ist eine längliche Sorte, und die Lady Rosetta ist rötlich und mehlig – sie ist die Lieferantin für die geliebten Chips und Pommes.

An den folgenden Tagen wurden an der Grundschule Kartoffelgerichte zubereitet. „Wir vom Heimatverein wollten zeigen, dass es auch gesunde und gleichzeitig köstliche Mahlzeiten aus Kartoffeln gibt, wie beispielsweise Pellkartoffeln“, erklärte Högemann. Doch nicht nur essen kann man die tolle Knolle. So hat Oliver Poker aus der zweiten Klasse insbesondere das Kartoffelstempeln gut gefallen. Dass Lebensmittel eine Weile brauchen, um heranzureifen und auf den Tisch zu kommen, war ein Lerneffekt für die Brüder David und Elias Rohoff. Während David als Viertklässler im Frühjahr bei der Anpflanzung dabei war und inzwischen zum Gymnasium geht, durfte sein Bruder Elias in seiner allerersten Schulwoche die Früchte der Arbeit ernten. Gut Ding will eben Weile haben.