Heimatverein besteht 25 Jahre Feier im eigenen Heimathaus in Lingen-Schepsdorf

Meine Nachrichten

Um das Thema Lingen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


sels Lingen. Ob der Tanz in den Mai, die Dauerausstellung „Hollandgänger“, Klönnachmittage im Advent oder die alljährliche Winterwanderung – der Heimatverein Schepsdorf hat Tradition, und das seit 25 Jahren. Ein Grund, sein Bestehen im eigenen Heimathaus gemeinsam zu würdigen.

„Überall im Ort trifft man auf Spuren, die der Heimatverein hinterlassen hat“, sagte der zweite Vereinsvorsitzende Klaus Haberland, der Moderator an diesem Abend. Wilhelm Terhorst, erster Vorsitzender des Heimatvereins , pflichtete ihm bei und verwies unter anderem auf die vier Wanderwege in und um Schepsdorf mit einer Länge von insgesamt 20 Kilometern, die es ohne das Engagement des Vereins vielleicht nicht gegeben hätte.

Verein mit Identität

Mehr zur Geschichte des Vereins verriet in seinem Festvortrag Andreas Eiynck, Leiter des Emslandmuseums. Zahlreiche Fotos und Papiere seien im Laufe der Jahre gesammelt worden und hätten mittlerweile „dokumentarischen Wert“. Das 851 Jahre alte Schepsdorf wisse, wie es einmal als kleiner Ort an alten Handelswegen angefangen hat und wo es heute steht. „Dieses Gefühl, seine Wurzeln zu kennen, gibt Identität. Ein Leben lang“, war sich Eiynck sicher.

Ob der Heimatverein überaltert sei? Nun, sicherlich sei der Altersdurchschnitt in Heimatvereinen höher als in Sportvereinen, aber das sei schließlich schon immer so gewesen. Zielgruppe sei die Generation 50 plus. „Und diese wird in den kommenden Jahren stark wachsen“, so der Historiker. „Heimatvereine suchen Leute mit Erfahrung, die jungen Alten. Arbeit gibt es mehr als genug.“

Neben Daten und Fakten mochte er sich einen Satz zum Schmunzeln in seiner Rede nicht verkneifen: „Es gibt in Schepsdorf mehr Kneipen als Bauernhöfe.“

Urkunden verliehen

Im Anschluss an Eiyncks Ausführungen lobte Hermann Schipper, erster Vorsitzender des Heimatvereins Lingener Land, alle aktiven Vereinsmitglieder, die etliche Stunden in den vergangenen Jahren ehrenamtlich geleistet haben. Die Gründer und Helfer der ersten Stunde erhielten an diesem Abend ein oder auch zwei entsprechende Urkunden. Bei Akkordeonmusik sowie Brot, Bier und alkoholfreien Getränken klönten die Gäste bis in die späten Abendstunden.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN