100 Euro pro Monat Emsland-Stipendium auf dem Campus Lingen

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Ein „Emsland-Stipendium“ hat der Wirtschaftsverband Emsland auf den Weg gebracht. Auf dem Campus stellten der Verband, Unternehmens- und Hochschulvertreter Einzelheiten vor.Foto: Thomas PertzEin „Emsland-Stipendium“ hat der Wirtschaftsverband Emsland auf den Weg gebracht. Auf dem Campus stellten der Verband, Unternehmens- und Hochschulvertreter Einzelheiten vor.Foto: Thomas Pertz

Lingen. „Emsland-Stipendium – Wirtschaft trifft Talente“: So lautet der Titel eines Programms, mit dem der Wirtschaftsverband Emsland Studierende am Campus Lingen fördert.

Im Rahmen eines Pressegesprächs am Hochschulstandort an der Kaiserstraße stellten Vertreter des Verbandes, der Hochschule und der beteiligten Stifter Einzelheiten dieses Förderinstrumentes vor. In der Verbindung von regionaler Wirtschaft und Hochschule sei dieses „Emsland-Stipendium“ einmalig in Deutschland, sagte Maria Borgmann vom Vorstand des Wirtschaftsverbandes (WV).

Die Unternehmen Krone in Spelle, Connectiv, Emco, Kampmann, Knollenborg und Rosen (alle Lingen), die Sparkasse Emsland, die Stadt Lingen und der Landkreis Emsland unterstützen insgesamt elf Stipendiaten mit einem Förderbetrag von jeweils 100 Euro monatlich. Das Stipendium ist auf jeweils ein Jahr mit der Option der Verlängerung bis zum Studienende ausgelegt. Die Stipendiaten können in den fördernden Unternehmen ein Praktikum absolvieren und ihre Abschlussarbeit schreiben.

Bachelorstudenten, die sich für ein Stipendium interessieren, müssen mindestens im dritten Fachsemester am Campus Lingen eingeschrieben sein. Masterstudierende können sich ebenfalls bewerben. Der Start erfolge zum Sommersemester 2015, sagte die Projektkoordinatorin beim WV, Mechtild Wessling.

Maria Borgmann verwies darauf, dass der Wirtschaftsverband mit diesem Stipendium auch die Hoffnung verknüpfe, die jungen Leute stärker an die Region zu binden. Den Stipendiaten solle der direkte Kontakt zu emsländischen Unternehmen ermöglicht werden. Der WV erhoffe sich dadurch Anreize, „dass sie uns als Führungskräfte nach Abschluss des Studiums erhalten bleiben“.

Frank Blümel, Dekan der Fakultät Management, Kultur und Technik am Campus Lingen, bezeichnete die regionale Verbundenheit der emsländischen Unternehmen mit dem Campus Lingen als außergewöhnlich. Studierende könnten davon profitieren, indem sie während des Studiums betriebliche Erfahrungen sammelten und Kontakte knüpften. „Sie investieren in junge Talente und gewinnen herausragend ausgebildete Nachwuchskräfte“, sagte der Hochschulprofessor an die Adresse des Wirtschaftsverbandes.

Ein Stipendium sei das Beste, was einem Studierenden passieren könne, sagte Dennis Waldeck. Der frühere Vorsitzende des Allgemeinen Studierendenausschusses (Asta) auf dem Campus Lingen begrüßte dieses Angebot ausdrücklich. Er werde dafür auf dem Campus werben.

Die elf Plätze werden, da zeigte sich die Runde sicher, schnell vergeben sein. Landrat Winter konnte sich durchaus vorstellen, dass diese weiter aufgestockt werden könnten, wenn das Angebot angenommen werde. „Es ist ein weiterer wichtiger Baustein, junge Leute in der Region zu halten“, betonte Oberbürgermeister Krone.


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