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Vier Millionen Euro Schaden Krone nach Brand in Lingen: Zum Glück keine Verletzten

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pe/fxr Lingen. Es war eine lange Nacht für über 250 Einsatzkräfte im Lingener Ortsteil Holthausen. Dort waren am Donnerstagabend drei Lagerhallen eines landwirtschaftlichen Betriebes aus bislang noch ungeklärter Ursache komplett ausgebrannt. Am Freitagmorgen dann der nächste Alarm an gleichem Ort.

Ein Radlader hatte Brandreste aus den Hallen auf ein Feld gebracht und dabei einen Container mit Ameisensäure beschädigt, der in der Nacht zuvor aus den brennenden Hallen gezogen worden war.

Dabei handelte es sich um einen stark ätzenden und entzündbaren, flüssigen Stoff. Der Gefahrgutzug der Ortsfeuerwehr Lingen und eine Dekontaminationseinheit des ABC-Zuges aus Bawinkel waren am Freitagvormittag damit beschäftigt, das Leck an dem Container abzudichten, um anschließend die Flüssigkeit in einen anderen Container umzupumpen.

Bei dem Brand war nach ersten Schätzungen der Polizei ein Sachschaden in Höhe von über vier Millionen Euro entstanden. Nach den bisherigen Feststellungen war das Feuer gegen 19.35 Uhr in einem Strohlager einer offenen Remise entdeckt worden. Das Feuer griff auf zwei weitere Hallen über, in denen sich hochwertige Landmaschinen wie Mähdrescher, Maishäcksler und Zugmaschinen sowie Dieseltanks, Behälter mit Ameisensäure und Gasflaschen befanden

Am Donnerstagabend waren Feuerwehren aus Holthausen, Altenlingen, Lingen, Brögbern, Bawinkel und Lohne im Einsatz, ebenso die Werksfeuerwehr der Raffinerie und der ABC-Zug aus Bawinkel. Das THW Lingen leuchtete die Einsatzstelle aus. Am Freitag lösten die Wehren aus Groß Hesepe, Baccum, Bramsche und Salzbergen die Kameraden ab.

„Glücklicherweise sind keine Personen bei dem Feuer zu Schaden gekommen“, erklärte Oberbürgermeister Dieter Krone. Die Befürchtung, dass durch den Brand größere Mengen gefährliche Betriebsstoffe, wie Treibstoff oder Öl, ausgelaufen sein könnten, hat sich vorerst nicht bestätigt. „Betriebsstoffe sind augenscheinlich nur in ganz geringen Mengen ausgelaufen. Diese wurden direkt abgefangen. Das Grundwasser wurde somit nicht belastet“, so Krone. Bereits in der Nacht war der Regenwasserkanal verschlossen worden, so dass eventuell verunreinigtes Löschwasser kontrolliert über den Schmutzwasserkanal ablaufen konnte. Die Untere Wasserbehörde hat dennoch Proben des Löschwassers und in den umliegenden Kanälen genommen. Diese werden nun analysiert – Ergebnisse liegen noch nicht vor.

Aufgrund der Nachlösch- und Aufräumarbeiten bleibt die Meppener Straße in Holthausen-Biene zunächst allerdings weiterhin bis zum späten Nachmittag gesperrt.

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