Ein Bild von Thomas Pertz
25.09.2014, 18:54 Uhr ZUKUNFTSSTADT 2025

Stadtentwicklung Lingen: Projekte nicht auf Sand bauen

Ein Kommentar von Thomas Pertz


Wie geht es mit dem Energiestandort Lingen nach der Abschaltung des Kernkraftwerkes 2022 weiter? Foto: Carsten van BevernWie geht es mit dem Energiestandort Lingen nach der Abschaltung des Kernkraftwerkes 2022 weiter? Foto: Carsten van Bevern

Lingen. Zum Thema „Zukunftsstadt 2025 – Der Lingener Weg“ haben Bürger viele Vorschläge entwickelt. Rat und Verwaltung setzen richtigerweise weitere Schwerpunkte.

Die Lingener mögen ihre Stadt. Mehr als 300 Vorschläge zur Weiterentwicklung der Kommune bis zum Jahr 2025 sind ein Beleg für das große Interesse, das die Bürger ihr entgegenbringen. Sie wollen weiter schauen als bis zur eigenen Haustür und sich mit Ideen und Anregungen engagieren.

Das Ranking der Vorschläge ist aber auch ein Hinweis darauf, dass die „gefühlten Probleme“ in Lingen größer sind als jene, die sich in nicht allzu ferner Zukunft in der Stadt ankündigen. An einer „fahrradfreundlichen Stadt“ mitzuwirken steht auf der „Top 10“-Liste ganz oben, die Notwendigkeit der Neuausrichtung des Energiestandortes nach der Abschaltung des Kernkraftwerkes 2022 weiter unten.

Das verwundert schon, haben doch gerade der Energiestandort Lingen und die damit verbundenen Unternehmensansiedlungen mit zur hohen Lebensqualität in der Stadt beigetragen.

Rat und Verwaltung haben deshalb richtig entschieden, diesem Thema bei der künftigen Gestaltung des „Lingener Weges“ bis 2025 nicht weniger Bedeutung beizumessen als der nach Fahrradfreundlichkeit, bezahlbarem Wohnraum oder einem besseren Stadtmarketing. Ausreichende und sichere Jobs sind das Fundament, damit der „Lingener Weg“ nicht auf Sand gebaut ist.


Der Artikel zum Kommentar

Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN