Kindercampus zum Thema Logistik Kinder lernen in Lingen den Weg der Banane kennen

Woher kommen die Bananen?  Ingmar Ickerott erklärte den Kinder den Weg der Früchte. Foto: Wiebke VorloeperWoher kommen die Bananen? Ingmar Ickerott erklärte den Kinder den Weg der Früchte. Foto: Wiebke Vorloeper

wiwo Lingen. Wie kommt die Banane zu uns nach Hause? Diese Frage haben sich rund 80 Kinder im Alter von neun bis zwölf Jahren gestellt, die am Kindercampus in Lingen teilgenommen haben. Ingmar Ickerott, Professor für Betriebswirtschaft, vermittelte den kleinen Studierenden die Grundlagen der Logistik, und die Kinder arbeiten begeistert mit. Im Nebenraum konnten die Eltern die Vorlesung im LiveStream verfolgen.

Vor jeder Veranstaltung erhalten die Kinder eine Tasche, in der sich Schreibmaterialien befinden, und einen Studierendenausweis. Der Block wird direkt gezückt, und alle schreiben fleißig mit. Am Beispiel der Banane versucht Ickerott zu erklären, wie Logistik funktioniert: „Wie werden denn Bananen zu uns nach Deutschland gebracht? Die wachsen hier schließlich nicht.“ Die ersten Kinder melden sich verhalten, dann werden es immer mehr. Mit dem Flugzeug, Auto, Schiff und Zug, raten sie. Und damit liegen sie schon sehr richtig. So geht es weiter, eine Frage wird gestellt, und die Hände schnellen nach oben. Hier säßen ja schon richtige Logistik-Experten, lacht Ickerott, als immer wieder die richtigen Antworten genannt werden. Die Kinder wüssten schon, dass Bananen aus Brasilien kommen und mit einem Schiff zu uns gebracht würden.

Und dann verfolgen die kleinen Studenten den Weg innerhalb Deutschlands interessiert weiter. Diesmal am Beispiel von Schokoflakes zum Frühstück – die möge schließlich jeder gerne. Dazu bräuchte man Weizen, Schokolade und Milch, erklärt der Professor. Aber wie komme das alles zusammen? Die Schokolade stamme von der Elfenbeinküste, Weizen und Milch werden auch in Deutschland produziert. Schritt für Schritt lösen die Kinder den Weg bis zum Frühstückstisch auf. „Es hat mich wirklich erstaunt, wie schnell die Kinder auf die Lösungen gekommen sind, ich musste fast gar nicht nachhelfen“, sagte Ickerott.

Die Vorlesung besuchten auch Janne Kramer (10) und Emma Habig (9). Die Freundinnen nahmen zum zweiten Mal am Kindercampus teil und erzählten begeistert: „Es hat sehr viel Spaß gemacht. Besonders toll war, dass wir die Bananen auch essen durften.“ Ihre Eltern hatten die beiden nicht mitgebracht, es ist ja auch ein Kindercampus.

„Ich hab ein gutes Gefühl, und es hat wirklich sehr viel Spaß gemacht“, erklärte Ickerott, der zum ersten Mal eine Vorlesung für so junges Publikum leitete. „Ich würde es jederzeit wieder machen, es ist eine tolle Erfahrung. Meine Frau ist Grundschullehrerin, jetzt können wir uns darüber austauschen“, schmunzelt er.

Der nächste Kindercampus findet am Mittwoch, 26. November, um 16.15 Uhr statt. Dieser steht dann unter dem Motto „Wir sehen, was wir nicht fotografieren können“. Eine Anmeldung ist ab sofort unter www.kindercampus-lingen.de möglich.

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