Forum am 23. Oktober in Lingen Wirtschaftsverband Emsland diskutiert über Energiewende

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Der Wirtschaftsverband Emsland lädt am 23. Oktober nach Lingen zum „Energieforum“ ein. Foto: Thomas PertzDer Wirtschaftsverband Emsland lädt am 23. Oktober nach Lingen zum „Energieforum“ ein. Foto: Thomas Pertz

Lingen. Das Thema Energiewende in Deutschland ist in aller Munde, doch wie sie bewerkstelligt werden soll, weiß derzeit keiner so recht. Mögliche Antworten möchte der Wirtschaftsverband Emsland beim “Energieforum 2014“ am 23. Oktober in der Halle IV in Lingen geben.

Über die Bedeutung des Themas ließ Vorstandsmitglied Andreas Mainka bei einem Pressegespräch keinen Zweifel: „Energie ist ein zentraler Kostenpunkt für Unternehmen. Hier geht es nicht um das Licht im Foyer, sondern um einen Produktionsfaktor“.

Die Frage, wie Deutschland die Energiewende gestalte, entscheide somit auch darüber, wie sich der Industriestandort Deutschland in Zukunft weiter entwickele, sagte der Lingener Unternehmer. Der Wirtschaftsverband Emsland sehe durchaus mit Sorge, dass Unternehmen Investitionsentscheidungen zurückstellten, weil sie nicht wüssten, wie sich die Energiekosten weiter entwickeln. Stefan Engelshove, Leiter des Arbeitskreises Energie beim WV Emsland, betonte, dass es nicht darum gehe, die Energiewende infrage zu stellen, „sondern um die Frage, wie wir sie gestalten“.

Rund 400 Gäste werden in der Halle IV erwartet. Als Gastreferenten konnte der WV Magnus Buhlert vom niedersächsischen Umweltministerium und Zukunftsforscher Bernd Flessner von der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen gewinnen. Nach ihren Impulsvorträgen über „Energieszenarien 2050“ wird in fünf verschiedenen Foren weiter diskutiert. So wird EWE-Vorstandsvorsitzender Werner Brinker den aktuellen Stand der Energiewende beleuchten. Um Fragen der Reduktion von Energiekosten geht es in einem Forum von Tim Wawer, Professor auf dem Campus Lingen. „Die Nähe zur Hochschule suchen wir ganz bewusst“, sagte Engelshove.

Unternehmen wie GDF Suez, Exxon-Mobil, RWE, Siemens und Rosen gehören zu den Sponsoren des Forums. Der Landkreis sei im Bereich Energie sehr gut aufgestellt, betonte Siemens-Vertreter Engelshove. Der WV Emsland stehe für einen Energiemix, der alle heimischen Energieträger richtig nutze. Dazu gehörten regenerative Energieträger, aber auch die konventionellen.

Die geraten in der aktuellen Situation ins Hintertreffen, wie Hans-Jürgen Wüllenweber, Leiter des Gas-Kraftwerkes der RWE in Lingen, deutlich machte. „Ich spüre mit meiner Mannschaft die Folgen der Energiewende unmittelbar“, sagte Wüllenweber unter Hinweis auf Jobabbau und Ausfallzeiten des Gaskraftwerkes. Als Ort des Austausches zwischen Industrie, Wissenschaft und Politik sei das Forum hervorragend geeignet, sagte Jörn Wunderlich von der Rosen-Gruppe in Lingen.

Weitere Infos unter www.wv-emsland.de/energieforum-2014.


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