Bundespreis erhalten Schüler aus Lingen helfen dem Steinkauz

Meine Nachrichten

Um das Thema Lingen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Lingen. Die Naturschutz-AG der Lingener Marienschule hat im Rahmen des Bundesumweltwettbewerbs (BUW) einen Anerkennungspreis erhalten, der mit einer finanziellen Zuwendung verbunden ist.

Zur Preisverleihung hatten die Verantwortlichen laut Pressemitteilung der Marienschule in die Räume der Heinz-Sielmann-Stiftung auf Gut Herbigshagen bei Duderstadt eingeladen. Ausgezeichnet wurde die Naturschutz-AG für ihre Arbeit „Steinkauz contra Baugebiet? – Bestandserfassung und Entwicklungsmaßnahmen zum Erhalt des Steinkauzes in den Ortsteilen Ramsel und Baccum/Münnigbüren.“ Der Naturschutz-AG gehören an: Jana Bowe, Kilian Heil, Florian Katzorreck, Michel Kersten, Laura Keuter, Kirill Kutowoj, Jannik Luhm und Daniel Schmidt. Projektbetreuer ist Biologielehrer Arnold Sennhauser.

Der jährlich ausgeschriebene BUW zeichnet Schüler und junge Erwachsene aus ganz Deutschland aus, die mit ihren Projekten Ursachen von Umweltproblemen auf den Grund gehen und diesen Problemen mit Kreativität und Engagement entgegentreten. Dafür steht das Wettbewerbsmotto „Vom Wissen zum nachhaltigen Handeln“.

Zur 24. Runde des BUW wurden insgesamt 240 Projektarbeiten von 724 jungen engagierten Leuten im Alter zwischen zehn und 21 Jahren eingereicht. Das Spektrum der eingereichten Arbeiten reichte von wissenschaftlichen Untersuchungen, umwelttechnischen Entwicklungen über Umweltbildungsmaßnahmen und -kampagnen bis hin zu aufwendigen Medienprojekten.

Die Jury lobte die konsequente und engagierte Durchführung des Lingener Projektes, das ein beträchtliches Engagement der Teilnehmer erkennen lasse. In zweijähriger Arbeit ausschließlich in ihrer Freizeit gaben die Jugendlichen in Zusammenarbeit mit der Leiterin der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Lingen, Karin Schreiner, einen Flyer über den Steinkauz als Info-Broschüre heraus, untersuchten Gewölle hinsichtlich der Nahrung eines Steinkauzes und bauten im Werkraum der Schule Nistkästen, die mithilfe des Nabu, Kreisgruppe Emsland Süd, aufgehängt wurden. Daneben beteiligten sich die Schüler an der Anlage einer Streuobstwiese und dem Bepflanzen eines Erdwalles mit heimischen Gehölzen. Auf diese Weise konnten in Zusammenarbeit mit der Naturschutzbehörde der Stadt Lingen, Ortsvertretern und Landwirten neue Brutreviere für den Steinkauz geschaffen werden, um die Bestände der vom Aussterben bedrohten Eule in Baccum zu fördern.

In Niedersachsen gibt es derzeit nur noch 500 Paare. Hauptursache des Rückgangs ist die Zerstörung seiner Lebensräume, insbesondere der Verlust von Viehweiden und Nisthöhlen.

Weitere Nachrichten aus Lingen finden Sie unter www.noz.de/lingen


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN