MdB will Haltung vehement vertreten Albert Stegemann hält Wahn als Endlager für ungeeignet

Asse II und den Schacht Konrad besuchte CDU-Bundestagsabgeordneter Albert Stegemann (2. von rechts), der Wahn im Emsland als Endlager ausschließt. Foto: CDUAsse II und den Schacht Konrad besuchte CDU-Bundestagsabgeordneter Albert Stegemann (2. von rechts), der Wahn im Emsland als Endlager ausschließt. Foto: CDU

Berlin. Die Schachtanlage Asse II und das geplante Endlager Schacht Konrad hat der Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann gemeinsam mit der Arbeitsgruppe Umwelt der CDU/CSU-Bundestagsfraktion besucht. Das teilt das Büro des Abgeordneten mit. Stegemann spricht sich gegen ein Endlager im emsländischen Wahn aus.

„Es gilt eine Antwort auf die Frage zu finden, wie wir mit den radioaktiven Abfällen aus der Kernenergie umgehen“, sagte der Abgeordnete. Die letzten drei deutschen Kernkraftwerke sollen 2022 vom Netz gehen. Dazu zählt auch das Kraftwerk Emsland in Lingen. Der eigentliche Kernenergieausstieg stehe mit der Frage der Endlagerung aber erst noch bevor.

Die schwach- und mittelradioaktiven Abfälle sollen im Schacht Konrad gelagert werden. Das sind überwiegend Baumaterialien aus Kernkraftwerken, die durch die Strahlung belastet sind. Mit der Fertigstellung und Inbetriebnahme des Schachtes ist ab 2020 zu rechnen.

Für alle hochradioaktiven Abfälle, wie beispielsweise abgebrannte Brennelemente, wird weiter nach einem Endlager gesucht. „Dieser Verantwortung ist unsere Gesellschaft seit über 50 Jahren nicht gerecht geworden“, mahnt Stegemann.

Mit Wahn gibt es im Emsland einen Standort, der geprüft wird. Stegemann hält es nicht für klug, aus politischen Gründen einzelne Standorte aus dem Auswahlprozess herauszunehmen. Dies würde eine Einigung gefährden. Bezüglich Wahn erinnert er daran, dass der emsländische Salzstock schon vor Jahrzehnten aus guten Gründen als mögliches Endlager verworfen wurde.

Er werde die Haltung der Region gemeinsam mit seiner Kollegin im Deutschen Bundestag, Gitta Connemann (CDU), den Landtagsabgeordneten und dem Landkreis Emsland im weiteren Verfahren vehement deutlich machen.

Einen Durchbruch bei der Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle gab es 2013. Damals einigte sich der Deutsche Bundestag mit breiter Zustimmung auf das Standortauswahlgesetz. Bis Ende 2015 erarbeiten Abgeordnete, Vertreter aus der Wissenschaft, von Umweltverbänden, Kirchen, der Wirtschaft und Gewerkschaften Kriterien für die Suche nach einem geeigneten Endlager. Um 2030 soll dann ein Endlager gefunden sein.