Riesenrad auf dem Marktplatz Lingener Altstadtfest aus der Vogelperspektive

Von Thomas Pertz

Freuen sich auf viele Altstadtfestbesucher, die Lingen aus der Luft betrachten wollen: Gerd Schmidt und Mechthild Wildemann-Pleister vom LWT. Foto: Thomas PertzFreuen sich auf viele Altstadtfestbesucher, die Lingen aus der Luft betrachten wollen: Gerd Schmidt und Mechthild Wildemann-Pleister vom LWT. Foto: Thomas Pertz

Lingen. Gerd Schmidt und Mechthild Wildemann-Pleister vom Verein Lingen, Wirtschaft und Tourismus (LWT) schauen nach oben. Das Riesenrad auf dem Lingener Marktplatz wächst am Donnerstag vor den Augen der Organisatoren des Altstadtfestes auf stattliche 38 Meter in die Höhe. Bei den Mitarbeitern des Schaustellerbetriebs Hanstein aus Bremen sitzt jeder Handgriff. Das Altstadtfest, das am Freitag beginnt, hat damit eine besondere Attraktion.

Ein Fahrgeschäft dieser Größe hat es in Lingens guter Stube bislang nicht gegeben. Ältere Lingener Bürger können sich noch daran erinnern, dass die Kirmes vor dem Umzug an die Lindenstraße in der Innenstadt veranstaltet wurde und sich auch Karussells auf dem Marktplatz drehten. „Aber so ein Riesenrad natürlich nicht“, sagt Schmidt und freut sich, dass es nun endlich gelungen ist, für die Bürger und Gäste der Stadt während des Altstadtfestes einen Panoramablick über Lingen zu ermöglichen.

2012 hatte der LWT eine Bungee-Jumping-Anlage auf dem Marktplatz organisiert, die auch eine Aussichtsplattform anbot. Das Riesenrad biete da aber ganz andere Möglichkeiten, freut sich auch Schmidts Kollegin Wildemann-Pleister auf dieses Highlight des Altstadtfestes.

Bis es so weit war, galt es aber noch einige im wörtlichen Sinne gewichtigen Hürden zu nehmen. Schmidt hatte die Idee schon vor einigen Jahren in die Tat umsetzen wollen, doch da waren die Bedenken im Rathaus noch zu groß gewesen. Unter dem Marktplatz befindet sich die Tiefgarage. Hält die Statik, wenn ein solcher Koloss auf dem Markt zu Besuch ist? Da der Schausteller später seine Bewerbung zurückzug, hatte sich das Thema erst einmal erledigt.

Als sich nun Schausteller Hanstein bei ihm mit dem Wunsch meldete, das Riesenrad während des Altstadtfestes auf dem Markt drehen zu lassen, gab es erneut kritische Stimmen in der Verwaltung. Doch Schmidt und Wildemann-Pleister blieben hartnäckig und ließen prüfen, ob der 60-Tonner aus Bremen auf dem Marktplatz stehen kann, ohne die Pkw in der Tiefgarage darunter zu handlichen Metallklumpen zu verarbeiten. Der Statiker habe sein Okay gegeben, sagt Wildemann-Pleister.

Wer vor zwei Wochen beim NDR-Festival in Papenburg war, dem wird das Riesenrad bekannt vorkommen. „Dort hat es auch schon gestanden“, berichtet Schmidt. Der Bremer Betreiber habe ihm gesagt, dass sich für ihn als Schausteller Kirmesbesuche immer weniger lohnen würden und er stattdessen sein Riesenrad lieber bei Volksfesten in den Städten aufstelle. Wie in Lingen zum Beispiel, beim Altstadtfest mit Vogelperspektive.

Weitere Nachrichten aus Lingen finden Sie unter www.noz.de/lingen