Blitzmarathon „Geblitzter“ Fahrer in Lingen: Es war eigene Doofheit

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Polizeikommissar Tim Paus bei der Geschwindigkeitsmessung mit einem Lasermessgerät. Foto: Wilfried RoggendorfPolizeikommissar Tim Paus bei der Geschwindigkeitsmessung mit einem Lasermessgerät. Foto: Wilfried Roggendorf

wivo Lingen. Der zweite Blitzermarathon im Emsland ist groß angekündigt worden. Trotzdem werden am Donnerstag in Lingen einige Autofahrer mit überhöhter Geschwindigkeit geblitzt.

Polizeioberkommissar Axel Veltmann und Polizeikommissar Tim Paus haben sich am Vormittag in ihrem Zivilwagen in einer 70er-Zone auf der L60 in Lingen-Brockhausen positioniert und ziehen von dort Raser aus dem Verkehr. Innerhalb von zwei Stunden gab es zwei Verstöße. Einer der Fahrer war 16 km/h zu schnell. Auf die Frage nach dem Grund sagte er: „Es war eigene Doofheit. Ich war ins Gespräch vertieft und habe nicht auf die Geschwindigkeit geachtet. Dass der Blitzermarathon stattfindet, habe ich gerade noch im Radio gehört.“ Das Bußgeld hat er sofort bezahlt und konnte anschließend weiterfahren.

Wo wird im Emsland geblitzt?

„Wir messen mit einem Lasergerät, das heißt, wir machen keine Fotos. Jedes Fahrzeug mit zu hoher Geschwindigkeit wird von uns herausgewunken. Dann erklären wir dem Fahrer, wie viel er zu schnell war und wie wir messen. Bezahlt wird dann entweder direkt bei uns oder es kommt Post nach Hause“, erklärt Veltmann. Eine Falschmessung sei nicht möglich. Das Lasergerät messe den Zeitraum, in dem das Fahrzeug eine bestimmte Strecke zurücklege, und errechne daraus die Geschwindigkeit. Dadurch könne bis auf eine Distanz von 1000 Metern genau gemessen werden.

Voraussetzung für eine erfolgreiche Messung allerdings ist, dass das Gerät auf eine reflektierende Stelle trifft. In den meisten Fällen ist dies das Nummernschild.

Die Standorte, an denen geblitzt wird, wählen die Polizisten nicht selber aus. Aus der Unfallstatistik werden die Stellen herausgesucht, an denen es zu Unfallhäufungen kommt. Dafür reichen nach Angaben der beiden Beamten schon zwei bis drei Unfälle. An diesen Stellen würden dann Polizisten eingesetzt.

Um die Mittagszeit müssten die beiden Polizisten nur wenige Wagen rauswinken . Kräftiger aufs Gaspedal wird nach Angaben der Beamten häufiger am Abend gedrückt, wenn die Straßen leer seien und die Fahrer nicht mehr auf die Geschwindigkeitsbeschränkungen achten würden. Außerdem gäbe es morgens im Berufsverkehr häufiger Verstöße, wenn viele es eilig hätten, sagt Veltmann.


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