20 Wohnungen vorgesehen Neubau an Bernd-Rosemeyer-Straße in Lingen geplant

Von Thomas Pertz


Lingen. Ein Mehrfamilienhaus mit 20 Wohnungen soll an der Bernd-Rosemeyer-Straße in Lingen, an der Einmündung zur Post- und Synagogenstraße, entstehen. Geplant ist der Neubau mit zwei Obergeschossen und einem Staffelgeschoss. Einzelheiten stellte Baudezernent Lothar Schreinemacher im Planungs- und Bauausschuss vor. Anlieger kritisierten die verkehrliche Belastung der Synagogenstraße.

Die betroffenen Grundstücke an der Bernd-Rosemeyer-Straße sind privat veräußert worden. Eine Tiefgarage im Einmündungsbereich zur Poststraße schaffe die notwendigen Parkplätze. Besucherparkplätze würden im rückwärtigen Bereich zur Synagogenstraße eingerichtet. „Wir bewerten die Bauvoranfrage positiv“, sagte Schreinemacher. Das Gebäude füge sich in seinen Ausmaßen in die Umgebung ein.

In der Einwohnerfragestunde äußerten Bürger die Befürchtung, dass sich durch den Neubau die ohnehin angespannte Verkehrssituation in der Synagogenstraße weiter verschärfen würde. „Momentan fährt Hinz und Kunz da durch“, beschrieb eine Bürgerin die aktuelle Situation. Das „Anlieger frei“-Schild wird den Angaben der Anlieger zufolge häufig ignoriert, mitunter auch das Einfahrverbot aus Richtung Poststraße. Offenbar benutzen viele Pkw-Fahrer die Synagogenstraße als Abkürzung, um dem gerade zum Feierabend stark belasteten Kreisverkehr am Konrad-Adenauer-Ring Richtung Lindenstraße auszuweichen. Es gehe nicht darum, das Bauvorhaben zu verhindern, aber die Verkehrssituation sei schon jetzt untragbar, hieß es.

Der Ausschuss griff die Kritik auf. Vorsitzender Günter Reppien (CDU) sagte, dass die Politik das Thema Synagogenstraße anpacken müsse. Er schlug vor, dass sich der zuständige Verkehrsausschuss in seiner nächsten Sitzung am 20. Oktober damit befassen solle. „Die Anliegen der Bürger sind ernst zu nehmen“, sagte Uwe Dietrich (CDU).

Reinhold Diekamp von den Christdemokraten unterstrich die Notwendigkeit, vor Beginn der Baumaßnahme mit dem Ordnungsamt zu klären, dass der Baustellenverkehr über die Bernd-Rosemeyer-Straße zu erfolgen habe. „Die Baufahrzeuge werden nicht durch die Synagogenstraße fahren“, sicherte Baudezernent Schreinemacher den Anliegern zu.

Nach der krankheitsbedingten Auftragsrückgabe durch ein Planungsbüro wird die Stadtverwaltung ein neues Büro zur Ausarbeitung eines Entwurfs für die Gestaltung des Parkhügels beauftragen. Dies erklärte Schreinemacher auf Anfrage aus dem Ausschuss. Die Instandsetzung des Hügels inklusive Freischneidearbeiten, Wegebefestigung und Stegeerneuerung kostet nach seinen Angaben 20000 Euro.

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