Ausstellung in der Kunsthalle Lingen Thuiner Marius Vieth unter den Preisträgern

Von Caroline Theiling-Brauhardt


Lingen. Ein Besuch im Museum kann sehr vielfältig sein, ebenso wie die Museen in ihrer Art sehr unterschiedlich sind. Diese Vielfalt will der Fotopreis Museums(er)leben der WWS Strube GmbH widerspiegeln. Seine Preisträger wurden jetzt in der Lingener Kunsthalle ausgezeichnet. Eine Ausstellung der eingereichten Fotos wurde zeitgleich in der Kunsthalle eröffnet.

Zum zweiten Mal nach 2012 war dieser Wettbewerb von dem Kulturdienstleister WWS Strube mit einem Preisgeld von 5000 Euro ausgelobt worden. Mit insgesamt rund 200 Einsendungen lag die Teilnehmerzahl noch höher als bei der Premiere.

„Als wir die Fotos gesichtet haben, um die besten 50 für das Facebook-Voting herauszusuchen, konnten wir uns oft nur sehr schwer entscheiden. Die Fotografen haben wirklich ganze Arbeit geleistet und in Museen auf der ganzen Welt fotografiert“, berichtet Geschäftsführer Kurt Strube.

So ist es auch kein Zufall, dass der erste Preis (2500 Euro) für eine Aufnahme vergeben wurde, die auf dem ehemaligen Expogelände in
Lissabon entstanden ist. Chris Bieker, Student aus Düsseldorf, hat die Betrachtung eines Besuchers vor einem Tyrannosaurus Rex festgehalten.

Die weiteste Anreise zur Preisverleihung hatte der zweitplazierte (1500 Euro) Christian Skalnik , Journalist aus Wien. Sein eingereichtes Schwarz-Weiß-Foto wurde in Arles aufgenommen. Den dritten Platz (je 500 Euro) teilten sich Piet Biniek aus Wuppertal und Marius Vieth aus Thuine. Binieks Aufnahme zeigt eine Szene im Hamburger Bahnhof, Berlin. Vieht hat einen Besucher im K20 in Düsseldorf, ebenfalls als Schwarz-Weiß-Foto, eingereicht. Dieses Motiv ist auch auf dem Titelblatt des Kataloges zur Ausstellung Museums(er)leben zu finden. Der junge Mann aus Thuine lebt heute als freischaffender Künstler in Köln. Zuvor hatte der 26-Jährige ein Studium der Kommunikationswissenschaften und Psychologie in Enschede abgeschlossen. Für ihn geht es auch „beim Fotografieren um Emotionen“. Es sei der 13. Preis innerhalb eines Jahres, den er im Bereich Fotografie gewonnen habe, erzählt der „Fotograf aus Leidenschaft“.

Zuvor hatte Direktorin Meike Behm die zahlreichen Gäste in der Galerie der Kunsthalle begrüßt. Neben den Preisträgern waren auch mit Mara Bergmann und Michael Bhatty zwei der fünf Jurymitglieder zur Preisverleihung erschienen.

Wie Strube erläuterte, war die Abstimmung, die über die Facebook-Gruppe lief, nur eine Vorentscheidung für die besten zehn Aufnahmen. „Schließlich soll nicht derjenige gewinnen, der bei Facebook die meisten Freunde hat.“ Die Jury fällte dann das abschließende Urteil. Den ersten und dritten Platz trennten nur wenige Punkte.

Die fünfzig Fotografien, die zur Abstimmung standen, sind noch bis zum 28. September in der Galerie der Kunsthalle zu sehen. Begleitend dazu ist ein handlicher Katalog entstanden, der Auskunft darüber gibt, wer welches Bild an welchen Ort aufgenommen hat.