Beleuchtung angeregt Erneut Keramikfiguren in Lingen zerstört

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Vier von fünf Figuren, die Petra Wilken mit Kindern anfertigte, sind im Amtsgerichtspark zerstört worden. Foto: TheilingVier von fünf Figuren, die Petra Wilken mit Kindern anfertigte, sind im Amtsgerichtspark zerstört worden. Foto: Theiling

wivo Lingen. Unbekannte haben im Park am Amtsgerichtshof in Lingen zum Ende der Sommerferien von Kindern geschaffene Kunstskulpturen mutwillig zerstört. Die aus Keramik gefertigten Werke wurden von ihren Stangen abgeschlagen und liegen gelassen. Auch eine Krokodilfigur wurde abmontiert und in den Garten eines angrenzenden Wohnhauses geworfen. Die Leiterin der Kunstschule, Evelyn Adam, hat Anzeige wegen Sachbeschädigung und Diebstahls erstattet.

Schon im vergangenen Jahr wurde eine Skulptur, der „Blaue Kopf“, in der Anlage zerstört. Dieser wurde mittlerweile wieder hergestellt und ist mit einer neuen Bepflanzung erneut ausgestellt worden.

„Gerade die tief stehenden Figuren der Kinder sind leicht erreichbar. Aber es wäre schade, die relativ kleinen Kunstwerke so hoch zu stellen, dass sie niemand mehr sieht“, sagt Petra Wilken, Keramikdozentin der Kunstschule. „Wir wollen auf jeden Fall weitermachen. Aber wir müssen die Kinder auch psychologisch darauf vorbereiten, dass ihre Kunstwerke zerstört wurden und dies auch wieder passieren kann, falls wir die neuen Skulpturen der Kinder ausstellen.“

Auch die Ausleuchtung des Parkes müsse besser werden, um mögliche Vandalen abzuschrecken, meint Kunstschulenleiterin Adam: „Im letzten Jahr war der Skulpturenpark kurz vor dem Altstadtfest eröffnet worden. Während des Festes hatten Strahler den Park gut ausgeleuchtet und nichts ist beschädigt worden.“ Erst nach deren Entfernung hatte es erste Fälle von Vandalismus gegeben. „Die Ausleuchtung würde nicht nur den Kunststücken, sondern auch Spaziergängern zugute kommen, die den Park als Verbindungsstück zwischen Stadt und Amtsgericht nutzen. Kameras wären auch eine Möglichkeit gegen mögliche Wiederholungen vorzugehen“, ist sie überzeugt.

Bedauerlich sei die Zerstörung besonders, da es sich um Kunstwerke von Kindern handelt, meint Wilken. Sie sei schon von vielen Leuten angesprochen worden, die das Engagement der Kunstschule, den Park zu verschönern, zu schätzen wüssten. Eine Möglichkeit, die Objekte zu schützen sei, diese mit Beton auszugießen und die Pfähle in ein Fundament zu setzen, um eine Zerstörung zu erschweren. Man müsse jedoch die Leichtigkeit und Flexibilität der Kunst bewahren. Die Bürger sollten ihre Werke schnell ausstellen und bewundern können.

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