Am 3. Oktober im Theater Johann König vor Auftritt in Lingen: Bin keine Rampensau

Von Selina Sprick

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Ob Johann König (hier bei seinem Auftritt in Osnabrück am 30. November) auch bei seinem neuen Programm „Feuer im Haus ist teuer, geh raus!“ eskaliert, zeigt sich in Lingen am 3. Oktober. Foto: Moritz FrankenbergOb Johann König (hier bei seinem Auftritt in Osnabrück am 30. November) auch bei seinem neuen Programm „Feuer im Haus ist teuer, geh raus!“ eskaliert, zeigt sich in Lingen am 3. Oktober. Foto: Moritz Frankenberg

Lingen. Nach drei Monaten Sommerpause steht Johann König wieder auf der Bühne. Am 3. Oktober tritt der Komiker zum zweiten Mal nach seiner ausverkauften Vorstellung am 20. September 2013 mit seinem Programm „Feuer im Haus ist teuer, geh raus!“ im Theater an der Wilhelmshöhe in Lingen auf. Im Interview mit unserer Zeitung spricht er über Urlaub im Emsland, sein aktuelles Programm und das Gefühl für den Saal.

Herr König, kannten Sie Lingen und das Emsland schon vor Ihrem ersten Auftritt hier?

Vor Kurzem habe ich Urlaub in der Gegend gemacht. Schöne Gegend. Lingen kannte ich nicht, aber ich kannte Meppen. Dort habe ich ein Gedicht geschrieben.

Was hat Ihr aktueller Programmtitel mit Ihrer Bühnenshow zu tun?

Der Titel muss ein Jahr vor der Premiere feststehen. Mein Kind hat mal ein Feuerzeug in die Hand genommen und dadurch ist der Spruch und dann auch der Programmtitel entstanden. Zu Beginn bin ich mit Feuerwehrhelm und Kerze auf die Bühne getreten, aber das war irgendwann zu aufwendig.

Auf was für Gedichte dürfen sich die Zuschauer diesmal freuen?

Auf Gedichte aller Art. Sie sind der rote Faden meines Programms. Da gibt es zum Beispiel eins über Klaustrophobie oder Katzenallergien.

In Ihrer Show setzen Sie sich mit TKKG-Hörspielen auseinander. Wie kommt das?

Das habe ich früher gehört, und das habe ich mir dann irgendwann noch mal angehört. Zum Einschlafen. Und da fallen einem manche Sachen auf. ‚Die drei ???‘ sind dagegen völlig unlustig, also musste es TKKG sein.

Wie lange haben Sie für diese Show Ideen gesammelt und geprobt?

Wenn das aktuelle Programm ein Jahr alt ist, dann beginne ich etwa zwei Jahre lang, neue Ideen zu sammeln. Die kommen in einen Ordner. Dann wird im Theater geprobt, wo ich alleine vor der Kamera stehe. Die Aufnahmen schaue ich mir am nächsten Morgen an.

Mit Ihnen verbindet man Bezeichnungen wie „depressive Stimmungskanone“ oder „listiger Lümmel“.

Die Namen finde ich schon irgendwie passend. Ich bin keine Rampensau. Den inneren Drang hatte ich nie. Aber wenn ich auf der Bühne bin, dann gefällt es mir doch.

Sie sagen über sich, dass Sie privat ein eher schüchterner Mensch sind. Lassen Sie es vielleicht deshalb auf der Bühne auch gerne mal krachen?

Ich war auch auf der Bühne zu Beginn sehr schüchtern. Irgendwann habe ich mal zum Publikum gesagt: Ruhe bitte, sonst eskaliere ich gleich. Daraus ist später der Programmtitel ‚Johann König eskaliert‘ entstanden. Mittlerweile macht es mir großen Spaß, die Leute zu erschrecken.

Kann man Comedy lernen, oder bekommt man das Talent für die Komik in die Wiege gelegt?

Eine komische Ausstrahlung zu haben ist glaube ich naturgegeben. Meine Mutter wusste immer nicht, woran sie bei mir ist. Und es kommt mir auf der Bühne entgegen, dass die Leute nicht wissen, was kommt. Was man glaube ich nicht lernen kann, ist das Timing, wann ein Gag gut kommt. Da muss man ein Gefühl für den Saal haben.

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