CDU bald wieder „gut behütet“ Neues Dach für Adenauer-Haus in Lingen

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Das Konrad-Adenauer-Haus der CDU in Lingen erhält ein neues Dach. Details stellten (von links) Andreas Groß, Björn Roth, Markus Silies und Franz-Josef Evers vor. Foto: PertzDas Konrad-Adenauer-Haus der CDU in Lingen erhält ein neues Dach. Details stellten (von links) Andreas Groß, Björn Roth, Markus Silies und Franz-Josef Evers vor. Foto: Pertz

Lingen. Ein Professor wohnte mal drin, sogar eine Majorin, ein Schneidermeister und ein Schulrektor: Die Rede ist vom „Konrad-Adenauer-Haus“ der Lingener CDU in der Castellstraße 1. Das denkmalgeschützte Gebäude kann auf eine wechselvolle Geschichte verweisen – zuletzt allerdings auch auf mehrere undichte Stellen im Dachbereich. Die sollen aber bald der Vergangenheit angehören.

Die Erneuerung des Daches ist in vollem Gange. Wie CDU-Kreisvorsitzender Markus Silies, sein Stellvertreter Franz-Josef Evers, Schatzmeister Andreas Groß und Kreisgeschäftsführer Björn Roth am Mittwoch erläuterten, ist das Dach in den vergangenen Jahren immer mal wieder in Teilen ausgebessert worden. Eine Grundsanierung sei nun aber unausweichlich gewesen.

Die CDU hatte das Gebäude 1980 unter dem damaligen Kreisvorsitzenden Hans-Gerd Strube erworben. Es sei eine weitsichtige Entscheidung von Strube gewesen, erklärte Silies, der seit Januar als Nachfolger von Heinz Rolfes Kreisvorsitzender der Christdemokraten im südlichen Emsland ist. Die aktuell rund 1900 Mitglieder der CDU bräuchten einen Ort, „wo die Fäden zusammenlaufen“. Dies sei das Konrad-Adenauer-Haus seit über 30 Jahren. Mit der Sanierung des Gebäudes, zu dem auch drei Mietwohnungen gehören, mache die CDU gleichzeitig deutlich, dass sie an der Geschäftsstelle in Lingen auch in Zukunft festhalte, so der Kreisvorstand. Sie sei Anlaufpunkt für alle Vereinigungen, Verbände und Fraktionen der CDU im Altkreis. Das Haus dient gleichzeitig auch als Wahlkreisbüro für den Bundestagsabgeordneten Albert Stegemann.

Das denkmalgeschützte Gebäude sei stadtbildprägend, sagte der neue Geschäftsführer Björn Roth. Dies habe natürlich auch im Rahmen der Dachsanierung eine Rolle gespielt. Unebenheiten, die künftig auf dem neuen Dach zu sehen sein werden, seien Vorgaben des Denkmalschutzes gewesen. „Handwerker tun sich schwer damit, ein krummes Dach zu bauen“, schmunzelte Evers.

Die Maßnahme, die spätestens Mitte Oktober abgeschlossen sein soll, kostet rund 120000 Euro. Die Finanzierung hat die CDU auf verschiedene Beine gestellt. Schatzmeister Groß verwies auf gebildete Rücklagen, zum Beispiel aus den Mieteinnahmen, und eine Kreditaufnahme. Außerdem wurde eine „Aktion Pfannenspende“ ins Leben gerufen. Das Architekturbüro Wolbeck, Büscher und Remmers habe einen Quadratmeterpreis von 25 Euro ermittelt. „Wir hoffen darauf, dass sich viele unserer Mitglieder an dieser Spendenaktion beteiligten“, sagte Groß.

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Die Geschichte des alten Hauses in der Castellstraße 1 in der Lingener Innenstadt reicht bis vor das Jahr 1840 zurück. In den Archiven der Stadt ist vor dem Jahr 1840 Professor Leonard Ludwig Finke als Besitzer eingetragen. Es folgte zwischen 1840 und 1862 Majorin Lisette von Han, geborene Finke. Durch Kaufvertrag erwarb den Angaben der CDU zufolge Oberpostmeister Arnold Nöldeke Ende 1863 das Haus. 6000 Gulden legte er dafür auf den Tisch. Weitere Besitzer waren Kaufmann Hompes zwischen 1874 und 1879 und Schneidermeister Gerhard Daemberg bis 1887. Die „römisch-katholische Schulgemeinde Lingen (bis 1908) und die Stadt Lingen ab 1908 waren die folgenden Eigentümer. Nun diente das Haus als Wohnung des jeweiligen Rektors der Castellschule (heute VHS). Seit 1980 ist die CDU Eigentümerin.

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