Plattdeutsche Kriminalkomödie Halunken un ne Lieke up de Darmer Freilichtbühne

Von Heinz Krüssel

Gespannt lauscht der Knirps den beiden Schlachterbrüdern Jaske bei ihrer Arbeit vor der Schlachterei.Foto: Heinz KrüsselGespannt lauscht der Knirps den beiden Schlachterbrüdern Jaske bei ihrer Arbeit vor der Schlachterei.Foto: Heinz Krüssel

Lingen „Halunken, Dood un Wostebrood“ – was steckt wohl hinter diesem Titel einer Kriminalkomödie, die von der Theatergruppe des Heimatvereins Darme am Wochenende im Freilichttheater vor dem Heimathaus mit Leben erfüllt worden ist.

Das Publikum rätselte bei fünf ausverkauften Aufführungen eifrig mit. Neben drei verwegenen Schlachterbrüdern Jaske, der Halunkenfamilie Robben und Kommissar Blume gab es noch die „Lieke“ (Leiche) Ede. Sie wurde je nach Bedarf auf der Bühne hin- und hergetragen oder in einer Schiebkarre gefahren. Am Geschehen interessiert zeigte sich stets Käthe Wessing vom Dörpladen.

In den‘n Krimi göng dat üm de Familie Robben, de met allen Watern wasket was: Juwelenklau und sess Joare Knast harren se all achter sück, as se trügge in er Heimatdörp kömmen.

Was dütt viellichte Darme? Namen wu de Schlachterei Jaske un den Dörpladen Käthe Wessing gaff et fröher moal in Darme. Selbstverständlich wörn de Namen rein zufällig so uutsocht.

De Schauspeelers zeigten, worüm ut dat beschaulikere Leewen, dat sück de Robbens noa sesss Joare Knast vörnommen harren, nix wörd. Immer noch was Kommissar Blume achter er her: he sochte noa de geklauten Juwelen.

Unter der Regie von Julia Vohl hatten die Hobbyschauspieler seit den Wintermonaten das plattdeutsche Stück einstudiert. „Es ist eine Heidenarbeit“, dankte Hanni Heskamp ihren Kolleginnen und Kollegen auf und hinter der Bühne fürs Mitmachen.

Dem Publikum wurde eine gekonnte schauspielerische Leistung geboten. Dieses galt auch für die „Dörpkinner“. Der Darmer Nachwuchs spielt traditionell in den plattdeutschen Schauspielen mit, die bereits seit 1985 immer wieder die Zuschauer in den Bann ziehen.

Wenngleich alle Mitwirkenden sich ehrenamtlich einbringen, so kostet so ein Vorhaben viel Geld. Dieses konnte dank der Unterstützung durch den „Kult(o)ursommer“ und einigen Förderern zusammengetragen werden, dankte Hanni Heskamp. Den passenden Rahmen bietet natürlich das Gebäudeensemble rund um das Heimathaus des Heimatvereins Darme .

Weitere Nachrichten aus Lingen finden Sie unter www.noz.de/lingen