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07.09.2014, 18:58 Uhr MEHR ALS 100000 FAHRGÄSTE

Ein Jahr „Lili“-Bus in Lingen: Ein Erfolgsmodell

Kommentar von Wilfried Roggendorf

Der „Lili“-Bus fährt seit einem Jahr im gesamten Stadtgebiet. Zentraler Knotenpunkt ist der Zentrale Omnibusbahnhof in Lingen. Foto: Wilfried RoggendorfDer „Lili“-Bus fährt seit einem Jahr im gesamten Stadtgebiet. Zentraler Knotenpunkt ist der Zentrale Omnibusbahnhof in Lingen. Foto: Wilfried Roggendorf

Lingen. Seit einem Jahr fährt der „Lili“-Bus alle Ortsteile von Lingen an. Mehr als 100000 Fahrgäste haben das Angebot genutzt. Die „Lili“ ist in der Spur, meint unser Kommentator.

Keine Frage – der „Lili“-Bus rollt in der Erfolgsspur. Es gibt nicht viele Städte in der Größenordnung von Lingen, die über ein solch verlässlich im Stundentakt verkehrendes Stadtbussystem wie die „Linie für Lingen“ verfügen. Insofern darf die stadtweite Einführung nach zwei Jahren Probebetrieb auf den Strecken nach Brögbern und in den Gauerbach getrost als fahrendes Leuchtturmprojekt von Oberbürgermeister Dieter Krone bezeichnet werden.

Doch damit es dies auch bleibt, muss sich die Stadt den jährlichen festen Zuschuss von 370000 Euro auch dauerhaft leisten können. Oder die Fahrgastzahlen steigen weiter. Dann könnte die „Lili“, die wie jeder öffentliche Personennahverkehr nie ganz ohne Subventionen auskommen wird, mit geringeren Zuschüssen betrieben werden.

Die VGE und die Stadt arbeiten an einer ständigen Verbesserung des Systems. Es ist klar, das hierbei nicht alle Wünsche Berücksichtigung finden können. Letztendlich haben es die Lingener Bürger selbst in der Hand, ob das System dauerhaft bestehen bleiben oder sogar ausgebaut werden kann – indem sie einfach öfter einmal Bus fahren.


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