Ehrenamtliche Unterstützung Seniorenbegleiter bilden sich zum Thema Demenz fort

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Im Umgang mit Demenzkranken wurden Seniorenbegleiter in Meppen geschult. Foto: LandkreisIm Umgang mit Demenzkranken wurden Seniorenbegleiter in Meppen geschult. Foto: Landkreis

Meppen. Die Pflegebegleiter sowie Seniorenbegleiter im Landkreis Emsland haben in Ausübung ihres Ehrenamtes zunehmend mit dem Thema Demenz zu tun. Um mehr Sicherheit zu erlangen und pflegenden Angehörigen und Senioren fachkundig zur Seite stehen zu können, haben 40 von ihnen an einer Fortbildung teilgenommen. Das Demenz-Servicezentrum des Landkreises habe diese laut einer Mitteilung in Zusammenarbeit mit dem Senioren- und Pflegestützpunkt des Landkreises angeboten.

Sozialdezernentin Sigrid Kraujuttis habe bei der Auftaktveranstaltung betont, dass durch die demografische Entwicklung viele öffentliche und soziale Lebensbereiche zunehmend auf die Unterstützung Ehrenamtlicher angewiesen seien. „Als ehrenamtlicher oder freiwilliger Helfer leisten Sie etwas, das der Staat, die Kommunen oder schlicht professionelle Stellen alleine nicht leisten könnten.“

Johanna Sievering, Leiterin des Sozialpsychiatrischen Dienstes des Landkreises, habe auf die zunehmende Alterung der Gesellschaft, mit der auch der Anteil an Demenz erkrankter Menschen steigen werde, verwiesen. Wichtig sei es, diese Krankheit als Teil des Lebens zu betrachten und Betroffene nicht auszugrenzen. Wohnortnahe Betreuungs- und Entlastungsangebote für Betroffene und deren Familien seien ebenso wichtig wie ein informiertes und verständnisvolles soziales Umfeld.

In der Schulung würden Grundlagen der Pflegeversicherung vermittelt, die Lebenssituation pflegender Angehöriger beleuchtet und praktische, finanzielle und wohnortnahe Unterstützungs- und Entlastungsmöglichkeiten für Pflegende vorgestellt. Der Schwerpunkt habe auf der Vermittlung von Kenntnissen im Umgang und in der Kommunikation mit desorientierten Menschen sowie in der Beratung pflegender Angehöriger oder betroffener Senioren gelegen.

Schwester Debora Schwering, Leiterin der Fachpflegeeinrichtung für Menschen mit Demenz, St. Katharina in Thuine, beschrieb sowohl die hohe Belastung, die mit der Pflege eines demenzkranken Angehörigen verbunden ist, als auch schöne und erfüllende Momente. „Das Herz wird nicht dement.“

Weitere Informationen sind im Demenz-Servicezentrumbei Rita Wallmann unter Telefon 05931/441171, E-Mail
rita.wallmann@emsland.de , erhältlich.


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