Auch aus Spenden aus der Region Neue Schule im SOS-Kinderdorf in Monrovia

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Lingen. Die Erneuerung des SOS-Kinderdorfs in Monrovia im westafrikanischen Liberia schreitet weiter voran. Helmut Kutin, Ehrenpräsident der SOS-Kinderdörfer, hat die renovierte Hermann-Gmeiner-Schule dort feierlich eröffnet. Ein Grund zur Freude auch für die Niedersachsenaktion der SOS-Kinderdörfer im Emsland. Neben zehn neuen Familienhäusern hat die Niedersachsenaktion bereits zwei Klassenzimmer finanziert, zwei weitere werden folgen.

Franz Rosen, Leiter der Niedersachsenaktion der SOS-Kinderdörfer, hat vor wenigen Tagen mit Helmut Kutin selbst telefoniert. Ein Thema war dabei neben der Eröffnung der Schule und dem Sachstand der Bauarbeiten im Kinderdorf natürlich der grassierende Ebola-Ausbruch in Westafrika. „Die Arbeiten laufen wirklich gut in einem schwierigen Land! Alle sind beunruhigt durch den Ausbruch des Ebola-Virus. Es bilden sich lange Schlangen vor der Krankenstation im SOS-Kinderdorf, die zu den besten in Liberia zählt“, teilte Kutin dem Emsbürener mit. Der Neuaufbau der Familienhäuser soll bis Ende dieses Jahres abgeschlossen sein.

Nach Angaben der Kinderhilfsorganisation sind derzeit rund 500 Schüler an der Hermann-Gmeiner-Schule eingeschrieben, die an das SOS-Kinderdorf Monrovia angeschlossen ist. Hermann Gmeiner ist der Gründer der SOS-Kinderdörfer.

Neben Mädchen und Jungen aus dem Kinderdorf besuchen vor allem auch Kinder aus der Umgebung den Unterricht. Künftig werden sie in 13 renovierten und neu ausgestatteten Klassenzimmern sitzen.

Die Erneuerung des SOS-Kinderdorfes in Monrovia ist das neueste Hilfsprojekt der Niedersachsenaktion, die im Emsland sehr aktiv ist, aber auch im Grafschafter und Osnabrücker Raum. Die Renovierung von SOS-Kinderdorf und Hermann-Gmeiner-Schule war dringend notwendig: Das tropische Klima und vor allem auch die Bürgerkriegsjahre (1989 bis 2003) haben den Gebäuden schwer zugesetzt. Während der Kämpfe in Monrovia leisteten die SOS-Kinderdörfer Nothilfe, zeitweise fanden über 10000 Flüchtlinge auf dem SOS-Kinderdorf-Gelände Zuflucht. Auch Klassenzimmer dienten damals als Notquartier. Im zweiten Bauabschnitt soll die Sanierung der SOS-Familienhäuser abgeschlossen werden. Auch die geplante Installation von Solaranlagen steht an.

Eröffnung 2015

Die jetzt abgeschlossene Renovierung der Schule ist ein wichtiger Meilenstein der laufenden Erneuerung des gesamten SOS-Kinderdorfs Monrovia. Mitte 2013 haben die Bauarbeiten begonnen. Die Kinder freuen sich schon auf die große Einweihungsfeier, die 2015 ansteht. Dann werden auch Vertreter der Niedersachsenaktion aus dem Emsland in Monrovia sein. Seit 1977 hat die von Rosen gegründete Aktion 72 Familienhäuser in SOS-Kinderdörfern weltweit finanziert, außerdem eine Schule in Inhambane, Mosambik. Das Spendenvolumen beläuft sich bislang auf rund 4,8 Millionen Euro.

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