Autor recherchiert bei Beamten Krimi-Lesung auf der Polizeidienststelle Lingen

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Für Recherchen holte sich Burkhard Rüth (links) Unterstützung von Kriminalhauptkommissar Ludger Tetenborg.Für Recherchen holte sich Burkhard Rüth (links) Unterstützung von Kriminalhauptkommissar Ludger Tetenborg.

Mit dem Monolog eines gefesselten Rechtsanwaltes eröffnet Burkhard Rüth seine Lesung in der Polizeiwache Lingen. Bei den Recherchen für seinen ersten Emsland-Krimi mit dem Titel „Sterbenslang“ arbeitete er mit der Polizeiinspektion Lingen zusammen.

Mit der Angst des gefesselten Anwaltes nahm auch die Spannung bei den Zuhörern zu. Obwohl Rüth schon drei Südtirol-Krimis veröffentlichte und Erfahrung mit Lesungen hat, war er vor dem Termin in Lingen trotzdem aufgeregt und gab zu: „Vor Fachpublikum habe ich noch keinen Krimi gelesen.“ Die Lingener Dienststelle wird in dem Buch von Rüth nicht nur erwähnt, sondern trägt wesentlich zur Ergreifung des Täters bei. Darüber freuten sich die 20 Beamten, die der Lesung aufmerksam folgten. Es geht in dem Krimi um einen Mann, der das deutsche Rechtssystem für korrupt hält und mit einem Rachefeldzug gegen einzelne Anwälte beginnt. Sie werden mit einer angeblichen Auszeichnung ins Emsland gelockt, die meisten Opfer kehren von dort nie zurück. Rüth war es wichtig, dass die geschilderten Ereignisse wirklich so passieren könnten. „Ein ’Tatort‘ im Fernsehen ist oft unwirklich und übertrieben dargestellt“, meinte Rüth und erhielt Zustimmung von den Beamten. Er arbeitete mit dem Rechtsmediziner Benedikt Vennemann aus Hannover zusammen, um sicherzustellen, dass seine Beschreibungen aus kriminologischer Sicht realistisch sind. Auch die Informationen aus der Lingener Dienststelle durch den Kontakt mit Ludger Tetenborg seien hilfreich gewesen: „Meine Fragen begannen schon bei den Umgangsformen unter den Polizisten. Außerdem war es interessant etwas über die örtlichen und sachlichen Zuständigkeiten zu erfahren“, so Rüth. Für die verschiedenen Handlungsorte suchte Rüth sich Vorbilder in der emsländischen Landschaft: „Hühnengräber sind beispielsweise ein Tatort.“ Nicht nur die emsländische Gegend, auch die Mentalität der Menschen sollte im Geschehen erkennbar sein. Tetenborg ist mit dem Ergebnis der Zusammarbeit sehr zufrieden: „Der Spagat zwischen realistischer Darstellung und künstlerischer Freiheit ist dem Autor gut gelungen. Spannend ist das Buch durch die vielen Handlungsorte und Personen, die wie Mosaiksteinchen zusammengesetzt werden.“


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