Rotlichtüberwachungsanlagen Weitere Blitzer in Lingen geplant

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An dieser Fußgängerampel in Schepsdorf soll eine Rotlichtüberwachungsanlage installiert werden. Foto: Wilfried RoggendorfAn dieser Fußgängerampel in Schepsdorf soll eine Rotlichtüberwachungsanlage installiert werden. Foto: Wilfried Roggendorf

Lingen. In der Stadt werden zwei weitere Rotlichtüberwachungsanlagen installiert: Nach einem Beschluss des Verkehrsausschusses wird demnächst auch in Brögbern und Schepsdorf geblitzt.

Fast einhellig begrüßten die Ausschussmitglieder die Installation der jeweils 25000 Euro teuren Anlagen. Eine wird in Brögbern an der Ampel B213/Lenzstraße aufgestellt, die andere in Schepsdorf an der Kreuzung Nordhorner Straße/Alexanderstraße/Zum Gut Herzford. Kritik gab es an Details.

Schepsdorfs Ortsbürgermeister Peter Scholz (CDU): „Ich finde es erfreulich, dass eine Lösung für die Anliegen der Bewohner in Brögbern und Schepsdorf gefunden wurde, die seit Jahren die Rotlichtüberwachung gefordert haben.“ Auch die Brögberner CDU-Ratsdame Annette Wintermann zeigte sich „glücklich und dankbar“, dass die Anlage in Brögbern endlich errichtet werde. „Mir fällt allerdings nichts zu der Frage ein, warum der Ortsrat Brögbern hier 10000 Euro dazugeben muss.“ Dieser Ansicht war auch Ralf Plaggenborg (SPD): „Die Ortsräte sollten nicht mit der Bezuschussung solcher Maßnahmen belastet werden.“ Seine Fraktion begrüße im Übrigen den Bau beider Anlagen. Trotzdem nannte es Plaggenborg „verwunderlich“ , dass im Haushalt auf einmal zusätzliche 15000 Euro für den Bau der Rotlichtüberwachungsanlagen „nachgeschoben werden“.

Kritisch äußerte sich Plaggenborg auch zur Berichterstattung der LT über die vorangegangene Sitzung des Verkehrsausschusses. Dort war der Bau der Rotlichtüberwachungsanlage in Schepsdorf zunächst mit den Stimmen der Opposition und von CDU-Frau Wintermann zurückgestellt worden . Dies als Misstrauen gegenüber der Verwaltung zu werten sei falsch. „Wir haben kein grundsätzliches Misstrauen gegenüber der Verwaltung. Aber wenn uns Dinge nicht transparent genug sind, müssen wir das hier diskutieren dürfen.“

Werner Hartke (CDU) und Michael Fuest (Bündnis 90/Grüne) kritisierten die Aufteilung der Einnahmen. Fuest: „Es ist ärgerlich, wenn wir teure Geräte kaufen und der Landkreis leicht ans Geld kommt.“ Die Stadt sei nur zu 20 Prozent an den Einnahmen beteiligt, sagte Hartke. „Hier sollte der Oberbürgermeister noch einmal mit dem Landkreis sprechen.“

Komplett abgelehnt wurde die Errichtung der Rotlichtüberwachungsanlagen von Marc Riße. „Die Kameras bieten keinen zusätzlichen Schutz, und die Überwachung ist absolut sinnlos. Gäbe es einen sachlichen Grund für die Kameras, müsste hinter jeder Ampel eine aufgestellt werden“, meinte der Bürgernahe. Dem widersprach Scholz: „Es wird sich schnell herumsprechen, dass es in Schepsdorf eine Rotlichtüberwachung gibt. Und dann werden die Autofahrer aufmerksamer fahren.“


Rotlichtüberwachung in Lingen: Bislang sind in Lingen sechs solcher Anlagen installiert: Sie stehen an den Ampelanlagen B 213/Von-Droste-Hülshoff-Straße/Tulpenweg (Damaschke), Josefstraße/Kettelerstraße (Laxten) und Rheiner Straße/Vennestraße (Darme). Die Stadt Lingen verfügt über eine Kamera, die abwechselnd an diesen Stellen eingesetzt wird. Der Kauf einer zweiten Kamera ist bereits beschlossen.

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