Keine Gegenwehr Blockade von Areva in Lingen ist aufgelöst

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Lingen. Nach rund siebeneinhalb Stunden hat die Polizei die Blockade der Zufahrt zum Brennelementehersteller Areva in Lingen aufgelöst. Für diese hatten Demonstranten seit Donnerstagmorgen um 5.25 Uhr gesorgt. Es blieb friedlich bei der Aktion.

Laut Polizei waren 43 Demonstranten aktiv. Zwei von ihnen hingen an einem in mehreren Metern Höhe über der Zufahrt gespannten Seil. Die anderen saßen mit Transparenten auf der Straße. Der Aufforderung der Polizei, ihre Demonstration einige Meter zur Seite zu verlegen, begegneten die Demonstranten mit lautem Getrommel und Gerassel.

Gegen 11.30 Uhr hatten Polizisten begonnen, die ersten Demonstranten, die keine Gegenwehr leisteten, wegzutragen. Einige ältere Teilnehmer der Blockade räumten die Straße freiwillig, nahmen Ausrüstung und Trommeln mit. Die Polizei wollte zunächst die Straße komplett räumen, ehe die beiden Demonstranten, die an einem gespannten Seil über der Straße hingen, gefahrlos auf den Boden geholt werden sollten. Dafür zuständig ist das Höheninterventionsteam (HIT) der Polizei aus Hannover, das einen Hubwagen nutzte, um die beiden Personen um kurz vor 13 Uhr von den Seilen zu trennen.

Vor Ort war neben HIT ein Zug der Bereitschaftspolizei Osnabrück mit rund 30 Leuten, hinzu kamen etwa 25 Beamte aus Lingen.

Die Atomkraftgegner fordern einen sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie. Es handelt sich um eine Gruppe des Anti-Atom-Camps, das derzeit in Metelen (NRW) stattfindet. Teilnehmer dieses Camps hatten bereits am Montag eine Atomanlage in Gronau blockiert. Bereits im Oktober 2012 hatten Demonstranten die Zufahrt zu Areva blockiert .


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