Auch Einsatz für die Ukraine Verdienstkreuz für Hans-Joachim Wiedorn aus Lingen

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Lingen. Der langjährige Lingener SPD-Kommunalpolitiker Hans-Joachim Wiedorn ist jetzt Träger des Bundesverdienstkreuzes. Oberbürgermeister Dieter Krone verlieh ihm am Freitagnachmittag in einer Feierstunde im Historischen Rathaus im Auftrag des Bundespräsidenten die hohe Auszeichnung,

Krone betonte, dass mit dem 72-Jährigen zu Recht eine der größten Persönlichkeiten der Stadt geehrt werde. Die Überschrift „Politik ist stolz auf Hajo Wiedorn“ im Internetauftritt der LT vom 19. September 2010 aus Anlass der Verleihung der Willy-Brandt-Medaille an den Sozialdemokraten fasse dessen Lebensleistung trefflich zusammen. Wiedorn, der inzwischen seine politischen Ämter abgegeben habe, sei mit Leib und Seele Kommunalpolitiker gewesen und habe sich dabei große Verdienste erworben. „Er ist in der Sache fair und zugleich ein Mann der klaren Worte“, hob Krone hervor.

Der Oberbürgermeister hob wichtige Tätigkeitsfelder von Wiedorns ehrenamtlichem Engagement hervor. 1941 in Ullersdorf in Schlesien geboren, wuchs der Junge nach der Vertreibung 1946 in Holthausen auf. Sein Vater war bereits vor dem Zweiten Weltkrieg engagierter Sozialdemokrat und zählte zu den Gründungsmitgliedern der Lingener SPD.

Seit 1968 war Hans-Joachim Wiedorn, der hauptberuflich als Postbeamter arbeitete, in verschiedenen Räten sowie in den Kreistagen Lingen und Emsland tätig. 26 Jahre fungierte er als SPD-Fraktionsvorsitzender im Lingener Stadtrat. Daneben engagierte er sich in mehreren Vereinen. Eine Herzensangelegenheit ist ihm seit mehr als 20 Jahren seine Mitwirkung im Freundeskreis der Ukrainefahrer .

Der Vorsitzende des SPD-Stadtverbandes Lingen, An-
dreas Kröger, betonte, dass niemand an Wiedorn zu dessen aktiver SPD-Zeit als „Eckpfeiler der Lingener SPD“ vorbeigekommen sei. Auch künftig wolle er ihn um Rat fragen. SPD-Ratsfrau Edeltraut Graeßner verwies darauf, dass Wiedorns Handschrift überall in der Stadt zu sehen sei, auch wenn er aus der Opposition heraus habe wirken müssen.

Robert Koop (früher SPD, heute Bürgernahe), Wiedorns langjähriger Mitstreiter im Stadtrat, unterstrich, dass man sich auf Wiedorn mehr als hundertprozentig habe verlassen können. „Du hat mir nicht nur den Rücken frei gehalten, du hast ihn mir oft genug auch gestärkt.“ Auch der ehemalige Oberstadtdirektor Karl-Heinz Vehring dankte Wiedorn für langjährige faire Zusammenarbeit. „Ich habe immer größten Respekt vor seiner Leistung als SPD-Fraktionsvorsitzender gehabt, die darin bestand, Geschlossenheit herbeizuführen.“ Vehring freute sich, dass er als Verbandsvorsteher des Wasserverbandes Lingener Land weiterhin mit Wiedorn als Vorstandsmitglied zusammenarbeiten dürfe.

Wiedorn betonte, dass seine ehrenamtlichen Leistungen nur im Team möglich gewesen seien. Wer erwartet hatte, dass Wiedorn in seiner unnachahmlichen und zugleich treffsicheren Art kritische Punkte in der Stadtpolitik aufgreifen würde, sah sich getäuscht. Er wies lediglich darauf hin, dass es für ihn als Kommunalpolitiker selbstverständlich gewesen sei, auf alle Anfragen von Bürgern zu antworten, auch wenn er nicht jeden Wunsch habe erfüllen können. Diese Rückmeldungen seien heute nicht mehr überall Usus.


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