„Ungeheuerlicher Vorgang“ Politiker fordern Schließung von Nordhorn Range

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Nachdem ein Tornado eine Bombenattrappe außerhalb von Nordhorn Range verlor, fordern Politiker die Schließung des Übungslatzes. Foto: dpaNachdem ein Tornado eine Bombenattrappe außerhalb von Nordhorn Range verlor, fordern Politiker die Schließung des Übungslatzes. Foto: dpa

Wietmarschen. Nachdem ein Kampfjet des Typs Tornado bei einer Übung über Nordhorn Range eine Übungsbombe verloren hat, fordern der CDU-Landtagsabgeordnete Reinhold Hilbers und die SPD-Bundestagsabgeordnete Daniela De Ridder die Schließung des Übungsplatzes in Nordhorn.

Die Bombenattrappe war rund 150 Meter von einem Wohngebäude entfernt in Wietmarschen eingeschlagen , von dieser Stelle aus sind es zehn Kilometer bis zur Range und einen Kilometer bis zum Ortskern von Wietmarschen. Die Luftwaffe konnte nicht ausschließen, dass zwei weitere Attrappen außerhalb des Übungsplatzes niedergangenen sind.

Hilbers fordert in einer Mitteilung, den Übungsbetrieb auf Nordhorn Range mit dem Flugzeugtyp zunächst ruhen zu lassen, bis die Ursache für Vorfall geklärt ist: „Solange die Ursache nicht bekannt ist, kann sich das Ereignis wiederholen und das darf es nicht.“

Auch wenn in einer solchen Übungsbombe kein Kampfmittel enthalten ist, sei sie gefährlich. So ein Gegenstand könne Dächer durchschlagen oder auf andere Weise Menschen gefährden. Der Vorfall sei ein weiteres Zeichen dafür, dass der Schießbetrieb auf der Range eingestellt gehöre. Der Platz liege in einem dicht besiedelten Gebiet. Auch wenn es immer wieder Entlastungen gegeben habe, führe an der Schließung kein Weg vorbei.

Als „ungeheuerlichen Vorgang“ stuft De Ridder den Vorfall ein: „Er dokumentiert dass die Nordhorn Range geschlossen werden muss.“ Der Vorfall zeige, welche Gefahrenpotenziale ein Bombenabwurfplatz mitten in bewohntem Gebiet und in unmittelbarer Nachbarschaft zu einem Atomkraftwerk in sich berge. Sie will sich dafür einsetzen, dass sich der Verteidigungs- und der Petitionsausschuss des Bundestages mit dem Thema befasst.

Es müsse geklärt werden, warum ein Bundeswehrflugzeug zehn Kilometer vom Abwurfplatz entfernt eine Übungsbombe „verlieren“ kann. „Darüber hinaus müssten alle Überlegungen in Richtung Schließung der Range gehen“, so De Ridder, die einen Besuch der Nordhorn Range mit Ausschussmitgliedern ankündigte.


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