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Günter Rohoff verabschiedet „Motor“ des SKM in Lingen geht in den Ruhestand

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Lingen. Papst Franziskus wäre gerne am Freitag bei der Verabschiedung des langjährigen Lingener SKM-Geschäftsführers Günter Rohoff dabei gewesen, um dem 63-Jährigen für dessen langjähriges soziales Engagement zu danken.

Davon zeigte sich Generalvikar Theo Paul in einer Feierstunde mit rund 150 Gästen im SKM-Gebäude an der Lindenstraße überzeugt. 38 Jahre lang stand Rohoff in Diensten des SKM – Katholischer Verein für soziale Dienste . Einschließlich des sozialen Betriebs Reholand und des Freiwilligenzentrums sind derzeit 192 Mitarbeiter beim SKM angestellt.

„Wir haben es nötig, in der Solidarität zu wachsen.“ Dieses Wort von Papst Franziskus fasse Rohoffs Arbeit zusammen, meinte der Generalvikar. „Neue Solidaritätsnetzwerke entwickeln, in der Solidarität zu wachsen – das zeichnet Ihren Lebensweg aus.“

Dem Geistlichen zufolge war der SKM-Geschäftsführer ein aufmerksamer Beobachter der gesellschaftlichen sozialen Veränderungen. „Den Rat suchenden Menschen – das war Ihr Anliegen – sollten immer passende Hilfsangebote gemacht werden, um sie nicht in ihrer Not alleine zu lassen.“ Rohoff habe sich die Motivation des SKM zu eigen gemacht: Schutz zu bieten, Kraft zu geben und Mensch zu sein.

Der Vorsitzende des SKM Lingen, Heinz Rolfes, zeichnete Rohoffs beruflichen Lebensweg nach. Nach dem Studium der Sozialarbeit an der FH Münster absolvierte er im Jahr 1976 sein Anerkennungsjahr bei der Stadt Lingen und beim SKM Lingen.

In diesem Jahr mietete der SKM in Lingen eine 70 Quadratmeter große Halle für gebrauchte Möbel, Hausrat und Bekleidung an. Damit begann laut Rolfes eine rasante Entwicklung des SKM in Lingen, die untrennbar mit Rohoff ist, der zum 1. Januar 1977 beim SKM Lingen angestellt wurde.

Rolfes nannte einige Meilensteine: 1981 erwarb der SKM das Haus an der Bögenstraße und eröffnete die Anlaufstelle für Straffällige mit einer ersten Wohngruppe für zehn Personen. 1987 übernahm der SKM die Beratung und Betreuung der Asylbewerber in der Stadt Lingen. 1994 wurden die bereits bestehenden Arbeitsprojekte zur Beschäftigung von Langzeitarbeitslosen in die Reholand GmbH im Ortsteil Darme ausgegliedert. 2013 wurde die Erweiterung des Bürogebäudes an der Lindenstraße 13 abgeschlossen. Hier befindet sich auch das Freiwilligen-Zentrum. Rolfes zusammenfassend: „Nichts war selbstverständlich, alles musste sich Günter Rohoff mit seinen Mitstreitern mühsam erarbeiten.“

Oberbürgermeister Dieter Krone bezeichnete Rohoff als das „soziale Gesicht der Stadt“. Dass der Geschäftsführer mit seinen Ideen Motor gewesen sei, unterstrichen auch der stellvertretende Vorsitzende des SKM-Bundesverbandes, Ludger Overmeyer, der stellvertretende Diözesan-Caritasdirektor Ulrich Kupczik, der Erste Kreisrat Martin Gerenkamp, der Geschäftsführer der Stadtwerke, Ulrich Boss und Nils Freckmann von der Mitarbeitervertretung. Overmeyer verlieh Rohoff für seine herausragenden Verdienste die Ehrennadel des SKM-Bundesverbandes. Bei der Ehrennadel handelt es sich um die höchste Auszeichnung, die der Bundesverband zu vergeben hat.

Günter Rohoff sagte zum Abschluss: „Ich hatte das Glück, zur richtigen Zeit am richtigen Ort mit den richtigen Menschen zusammenzutreffen.“ Seine Nachfolge tritt zum 1. April Hermann-Josef Schmeinck an, der seit 27 Jahren beim SKM arbeitet.


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