Sitzungen nächste Woche BI gegen Krematorium in Brögbern schaltet Anwalt ein

Wenige Hundert Meter hinter der Kapelle in Brögbern nahe der Duisenburger Straße soll ein Krematorium gebaut werden. Ein Teil der Bevölkerung versucht, dieses zu verhindern. Foto: Burkhard MüllerWenige Hundert Meter hinter der Kapelle in Brögbern nahe der Duisenburger Straße soll ein Krematorium gebaut werden. Ein Teil der Bevölkerung versucht, dieses zu verhindern. Foto: Burkhard Müller

Lingen. Die Bürgerinitiative gegen das geplante Krematorium in Brögbern hat die Rechtsanwaltskanzlei „Seidler & Kollegen“ in Osnabrück mit der Wahrnehmung ihrer Interessen beauftragt. Die Kanzlei hat sich mit einem offenen Brief an Lingens Oberbürgermeister Dieter Krone gewandt.

Den Vorschlag von Rechtsanwalt Robert Seidler, die vorgesehene Änderung des Flächennutzungsplanes und die Aufstellung des Bebauungsplans von der Tagesordnung der nächsten Sitzung des Planungs- und Bauausschusses zu nehmen, lehnt die Stadtve

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Schreinemacher: Standort Brögbern gut geeignet

Die Lingener Stadtverwaltung hält an der Beratungsfolge des Themas Krematorium in der nächsten Woche im Ortsrat und Planungs- und Bauausschuss fest. Darauf verwies die Verwaltung in einer Mitteilung am Freitag.

Entgegen der Darstellung in dem offenen Brief der Rechtsanwaltskanzlei seien in den letzten Wochen viele Gespräche zwischen Politik, Verwaltung, Investoren und Bürgern geführt worden, sagte Stadtbaurat Lothar Schreinemacher. „Ich weise den Vorwurf einer mangelhaften Informationspolitik deshalb ausdrücklich zurück.“

Auch darüber hinaus seien anders als dargelegt bereits viele der Punkte abgearbeitet worden. So habe der Betreiber bereits in der Informationsversammlung am 4. November 2013 zugesichert, dass die Anzahl der Feuerbestattungen in Lingen 1500 nicht übersteige. Bei der Bedarfsanalyse sei ein Radius von 30 bis 40 Kilometern um Lingen angelegt worden. Diese Bedarfsanalyse des Betreibers wurde seitens der Stadtverwaltung intensiv geprüft und für realisierbar angesehen.

Auch belastbare Unterlagen zur Wirtschaftlichkeit und Finanzierbarkeit sind nach Angaben der Stadt vor Beginn der ersten Diskussionen vorgelegt und geprüft worden. Über einen ergänzenden städtebaulichen Vertrag werde das allgemeine Insolvenzrisiko durch Bürgschaften und Ankaufsrechte abgesichert.

„Wir haben als Mittelzentrum mit oberzentralen Teilfunktionen natürlich auch die Aufgabe, den Bedarf aus dem näheren Umland abzudecken“, sagte Schreinemacher. Was die Variantenprüfung zu möglichen Standorten innerhalb des Stadtgebietes anbelange, so würden diese exakt nach den gesetzlichen Vorgaben durchgeführt. „Das in dem offenen Brief angesprochene Urteil ist genau die Grundlage der rechtlichen Bewertung, und an diese werden wir uns explizit halten“, sagte Schreinemacher.

Dementsprechend seien die entwickelten Standortkriterien auf den Standort Brögbern projiziert und dieser für gut geeignet befunden worden. „Die Fläche in Brögbern gehört einem der Investoren, deshalb besteht der Investitionswunsch konkret für diese Fläche“, so Schreinemacher. Die Nachbarschaft des Krematoriums zu landwirtschaftlich genutzten Flächen wertete der Stadtbaurat nicht als Widerspruch. „Sowohl Friedhof als auch die Friedhofserweiterungsflächen liegen schon seit Jahrzehnten neben den landwirtschaftlich genutzten Flächen“, so der Stadtbaurat. Auch ein Krematorium vertrage sich mit einer ordnungsgemäßen landwirtschaftlichen Nutzung an diesem Standort.

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