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30.01.2014, 08:17 Uhr

Kommentar: Debatte über Krematorium nicht abwürgen

Ein Kommentar von Thomas Pertz


Weiterhin sichtbar ist in Brögbern der Protest gegen das geplante Krematorium, Foto: Ludger JungeblutWeiterhin sichtbar ist in Brögbern der Protest gegen das geplante Krematorium, Foto: Ludger Jungeblut

Lingen. Ziemlich barsch im Ton hat Werner Hartke als Ratsvorsitzender im Stadtrat die Einwohnerfragestunde zum Thema Krematorium in Brögbern geleitet. Laut Geschäftsordnung soll diese nicht länger als 30 Minuten dauern.

Seine Ankündigung nach gut 35 Minuten, dass er diese jetzt endgültig schließen werde, „da können Sie machen, was Sie wollen“, war dennoch ein schlechter Stil.

Dass dem Darmer Ortsbürgermeister die ganze Debatte unangenehm ist, liegt auf der Hand. Schließlich hat er maßgeblich dazu beigetragen, ein Krematorium in seinem Ortsteil zu verhindern. Gerade deshalb sollte Hartke aber jeden Eindruck vermeiden, dass Wortbeiträge abgewürgt werden. Und wenn der Ratsvorsitzende von seinem Sitzplatz aus erhobene Zeigefinger im Zuschauerraum nicht sehen kann, sollte er aufstehen – das machen die Bürger in der Fragestunde auch.


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