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13.01.2014, 07:05 Uhr

Den Ostfriesen nacheifern

Ein Kommentar von Ludger Jungeblut


Stolz präsentierten Freunde des Plattddeutschen kürzlich die neue CD „Up’n Wech Plattdütsk dör dat Kärkenjaohr“. Foto: Manfred BuschhausStolz präsentierten Freunde des Plattddeutschen kürzlich die neue CD „Up’n Wech Plattdütsk dör dat Kärkenjaohr“. Foto: Manfred Buschhaus

Lingen. Plattdeutsch fasziniert bis heute. Deshalb ist es vornehmste Aufgabe der Emsländischen Landschaft, sich um den Erhalt und um die Verbreitung der niederdeutschen Sprache zu kümmern, die den Bewohnern der Region eine unverwechselbare Identität gibt.

Die Emsländische Landschaft widmete dieser Thematik am 16. November 2012 im Kloster Frenswegen einen ganzen Landschaftstag. Ehrgeizige Ziele wurden gesteckt. Doch die Zwischenbilanz sei ambivalent, stellte jetzt der Geschäftsführer der Emsländischen Landschaft, Josef Grave, in der Mitgliederversammlung in Lingen ehrlicherweise fest. Einige Projekte ließen sich nicht verwirklichen, während andere Vorhaben im Zusammenhang mit Kindergärten auf gutem Weg seien.

Die Herausforderung ist groß, denn Plattdeutsch ist inzwischen in Städten wie zum Beispiel Lingen fast völlig verschwunden. Jetzt rächt es sich, dass viele Schulen im hiesigen Raum in den sechziger und siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts Plattdeutsch aus dem Unterricht regelrecht verbannten.

Es bleibt also spannend, ob es doch noch gelingt, die plattdeutsche Sprache langfristig zu erhalten und in dieser Hinsicht den Ostfriesen nachzueifern. Landschaftspräsident Hermann Bröring wird jedenfalls im Team mit vielen Mitstreitern nichts unversucht lassen, dieses große Ziel zu erreichen.


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