Figuren von Ludwig Nolde Biener Krippe im Osnabrücker Diözesanmuseum

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Hocherfreut präsentiert Ausstellungskurator und Ludwig-Nolde-Enkel Dominikus Witte die Weihnachtskrippe aus Biene im Diözesanmuseum Osnabrück. Besonders eindrucksvoll sind die Heiligen Drei Könige und ihr Kameltreiber. Foto: Hermann PentermannHocherfreut präsentiert Ausstellungskurator und Ludwig-Nolde-Enkel Dominikus Witte die Weihnachtskrippe aus Biene im Diözesanmuseum Osnabrück. Besonders eindrucksvoll sind die Heiligen Drei Könige und ihr Kameltreiber. Foto: Hermann Pentermann

Lingen/Osnabrück. Einen Ehrenplatz nimmt die Weihnachtskrippe der katholischen Kirchengemeinde Biene derzeit im Diözesanmuseum Osnabrück ein: Sie gehört zu den zentralen Exponaten der Sonderausstellung „…dass heilig auch menschlich stets war“, die noch bis zum 27. April das umfangreiche Werk des Osnabrücker Bildhauers Ludwig Nolde beleuchtet.

Als Gegenleistung für die großzügige Ausleihe während der Weihnachtszeit hat das Diözesanmuseum die Restaurierung mehrerer Krippenfiguren finanziert, und der Verein der Krippenfreunde Osnabrück-Emsland überlässt der Kirchengemeinde in Biene derweil eine ebenso sehenswerte Keramik-Krippe des Osnabrücker Künstlers Walter Mellmann .

Zum 125. Geburtstag Ludwig Noldes hat dessen Enkel Dominikus Witte für das Diözesanmuseum eine repräsentative Rückschau zusammengestellt und dabei auch viele bislang unbekannte Arbeiten berücksichtigt. Zentrales Exponat ist eine lebensgroße Ölbergszene, die Nolde 1923 für das Kriegerehrenmal der katholischen Pfarrkirche in Freren geschaffen hatte. Auch heute noch sind seine Arbeiten in vielen emsländischen Kirchen zu finden.

Typen der Region

Kennzeichnend für die Krippen Ludwig Noldes ist der künstlerische Brückenschlag zwischen den traditionellen Figuren des Weihnachtsevangeliums und Typen der Region: „Der Künstler möchte damit ausdrücken, dass die Heilige Nacht auch bei uns und für uns stattfindet“, erläutert der Vorsitzende des Krippenvereins Osnabrück-Emsland, Gerd Lohmeier, den tieferen Sinn Noldescher Landschaftskrippen, die teils auch westfälische Fachwerkhäuser beinhalten.

Der Bildhauer schuf indes nicht nur Krippen für den Kirchenraum, sondern auch manche Familie erwarb eine solche in den vier Jahrzehnten seines Wirkens zwischen 1919 und 1958. Oft bestellte man jedes Jahr eine neue Figur, sodass das Ensemble alljährlich anwuchs. In der Rückschau auf sein Werk gibt das Diözesanmuseum auch einen guten Überblick über die weihnachtlichen Darstellungen Ludwig Noldes.

Eine öffentliche Führung mit Gerd Lohmeier mit Schwerpunkt auf den Weihnachtskrippen findet am Donnerstag, 9. Januar, um 18 Uhr statt. Zudem bietet das Museum ein umfangreiches pädagogisches Programm für Kinder und Jugendliche. Infos: Tel. 0541/318481.


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