Ein Insektenhotel angelegt Lingener Marienschule aktiv im Naturschutz

Von Manfred Buschhaus

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Lingen. Die Marienschule Lingen ist dabei, wenn das „Natur-Netz-Niedersachsen zur Beteiligung an einer gemeinsamen praktischen Naturschutzwoche aufruft.

Das „Natur-Netz-Niedersachsen“ ist ein Zusammenschluss niedersächsischer Natur- und Umweltstiftungen mit dem Ziel des gemeinsamen Handelns für einen besseren Naturschutz. Als Konrektor Gerd Schüer und Lehrer Heiner Voss lasen, dass sich neben den 14 niedersächsischen Umweltstiftungen 26 weitere Organisationen beteiligten, stand für die beiden fest: „Wir sind dabei.“ Ein Kind muss einen Namen haben, und der stand mit dem Motto „Schulgarten mit Insektenhotel“ bald fest. „Mit unserem Projekt beleben wir den alten Schulgarten und legen einen neuen an “, erklärt Schüer.

„Einen neuen und interessanten Inhalt für den alten Schulgarten bildet das Insektenhotel“, ergänzt Voss. Er ist Imker aus Liebhaberei, und ihm liegen die Verwandten unserer Honigbienen am Herzen. Das Insektenhotel sei wichtig für den Schutz der Solitärbienen, aber auch vieler Schlupfwespenarten.

Alle diese fänden in der vom Menschen aufgeräumten Natur keine Vermehrungsmöglichkeiten mehr. Und die materielle Basis dafür solle mit dem Insektenhotel und den dort eingebrachten Materialien wie Totholz, Heu, Röhricht, gelochten Ziegelsteinen und Tannenzapfen geschaffen werden.

„Der neue Schulgarten liegt vor einem Schulgebäude“, lenkt Schüer die Aufmerksamkeit auf die zweite Seite des Projektes. Hier mussten Buschgruppen entfernt, Wurzeln gerodet und der Boden optimiert werden.

„Ähnlich dem alten Garten haben wir den neuen mit einer Buchenhecke eingefasst“, betont Voss. In Anlehnung an die emsländischen Bauerngärten habe man die Wege mit Buchsbaum eingegrenzt. Verschiedene Beerensträucher wie Johannisbeere, Stachelbeere, Himbeere, Blaubeere und Apfelbeere wurden gepflanzt.

Vier Wochen lang sei an dem Projekt gearbeitet worden. 30 Schüler aus der 7. und 10. Klasse waren beteiligt. Auch an die Nachhaltigkeit wurde gedacht. Deshalb werde eine Gruppe aus Kindern der 7. Klasse die Pflege übernehmen und das Projekt vier Jahre betreuen, bevor es mit dem angesammelten Wissen und Können an die Nachfolger weitergegeben werde.

„Trotz aller Begeisterung – ohne Moos nichts los“, lacht Schüer. Fördermittel der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung und der Schule hätten zusammen mit der Eigenleistung dem Projekt mit rund 1150 Euro auf die Beine geholfen. „Außerdem sind wir in vorbildlicher Weise von der Schulleitung unterstützt worden“, so Voss. Und was sagen die Schüler? „Die Arbeit hat viel Spaß gemacht“, meinen Simon und Johannes, die gerade beim Pflanzen von Sträuchern sind. Nicht nur, weil während der Zeit kein Unterricht war.


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