Kritik am Veto gegen Krematorium BN: Vorurteile und diffuse Ängste in Brögbern

Abgelehnt hat der Ortsrat Brögbern die Pläne zum Bau eines Krematoriums im Lingener Ortsteil. Foto: Burkhard MüllerAbgelehnt hat der Ortsrat Brögbern die Pläne zum Bau eines Krematoriums im Lingener Ortsteil. Foto: Burkhard Müller

Lingen. Die Fraktion der Bürgernahen im Lingener Stadtrat hat die einmütige Ablehnung der Pläne im Ortsrat Brögbern zum Bau eines Krematoriums durch die örtliche CDU und SPD scharf kritisiert.

Das Abstimmungsergebnis und die Einstimmigkeit im Ortsrat sei ein eher ärgerliches Ergebnis, sagte BN-Fraktionsvorsitzender Robert Koop am Freitag. Es sei geprägt „von fehlender Kenntnis und tiefen, unbegründeten Vorurteilen vor der Feuerbestattung. Die tatsächliche Auffassung im Ortsteil gibt es nicht wieder“.

Die Bürgernahen halten der Mitteilung zufolge nachdrücklich an dem Vorschlag fest, am Friedhof Duisenburger Straße ein Krematorium zu errichten. Die ganze Stadt und die Region brauche es.

Die Frage der Kritiker, ob das Krematorium wirtschaftlich zu betreiben sei, müssten die Investoren beantworten. Dass die „Kinder in Brögbern“ irgendwelchen Nachteilen durch das Krematorium ausgesetzt sein sollen, sei vorgeschoben. Die Emissionen eines Krematoriums seien andernorts in Deutschland, Europa und der Welt kein Problem und würden es auch hier nicht sein. Die Argumente der Projektgegner wirken auf die BN „ausgesprochen irrational“, seien ohne inhaltliche Substanz und ungeeignet, das Vorhaben abzulehnen. Die BN-Mitglieder im Rat sind überzeugt, dass bei manchen Bürgern in Brögbern Vorurteile und diffuse Ängste den Blick für das Notwendige verstellen. Koop: „Wir bedauern dies und fordern die Mitglieder des Rates der Stadt auf, im Interesse der Stadt und der Region zu dem richtigen und wichtigen Projekt zu stehen und es schnell zu ermöglichen.“


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