Derzeit außer Betrieb Lingen: „Spülmobil“ soll 2014 einsatzbereit sein

Von Ludger Jungeblut


Lingen. Das im Jahr 1992 von der Stadt Lingen für seinerzeit 38000 DM angeschaffte „Spülmobil“ mit Geschirrausstattung soll durch ein neues Gerät ersetzt werden. Das wurde in der jüngsten Sitzung des Umweltausschusses im Rathaus bekannt.

Das „Spülmobil“ ist seit 2013 nicht mehr im Einsatz. Vorbehaltlich der Bereitstellung von circa 8500 Euro – das Ergebnis der Haushaltsberatungen muss abgewartet werden – können Bürger das „Spülmobil“ im März oder April nächsten Jahres vom Unternehmen Reholand wieder ausleihen.

Nach Darstellung der Stadt dient das „Spülmobil“ dazu, Einwegverpackungen zu vermeiden. Es wird Interessenten bei festlichen Gelegenheiten aller Art vorrangig in der Stadt Lingen, aber auch in den Umlandgemeinden zur Verfügung gestellt.

Laut dem Leiter des Fachbereiches Bauen und Umwelt, Hans-Josef Lis, wurde das „Spülmobil“ bis 2010 jährlich für circa 20 Einsätze gemietet. Ab 2011 waren die Einsätze rückläufig. Lis: „Der Grund hierfür waren technische Defekte der Industriegeschirrspülmaschine, die wiederum größtenteils auf den unfachmännischen Stromanschluss des Spülmobils vor Ort durch die Nutzer zurückzuführen sind.“

Über einen neuen Überlassungsvertrag zwischen der Stadt und Reholand wurde noch nicht entschieden. Dessen Geschäftsführer Alfons Hennekes stellte den Mitgliedern des Umweltausschusses das „Spülmobil“ vor, das sich auf einem Anhänger mit der Aufschrift „Wir feiern Feste ohne Plastikreste“ befindet. Reholand möchte gerne nach Neuanschaffung der Spülmaschine den Stromanschluss des Gerätes beim jeweiligen Nutzer ausschließlich durch Fachpersonal durchführen lassen, damit erneute Schäden durch Fehlanschlüsse (Kurzschluss) weitestgehend ausgeschlossen werden.

Mehrere Ausschussmitglieder meinten hingegen, dass durch Bereitstellung von Fachpersonal die Kosten für die Vermietung derart ansteigen würden, dass der Einsatz des Geräts für die Vereine unattraktiv werde.

Peter Scholz (CDU) fragte, inwieweit die Stadt tätig geworden sei, nachdem der in Geldern ansässige Verein VSR-Gewässerschutz bei Messungen erhöhte Aluminiumkonzentrationen in privaten Brunnen festgestellt hatte. Stadtbaurat Lothar Schreinemacher und Lis teilten mit, dass bei routinemäßigen Kontrollen des zweiten Grundwasserstockwerks durch Mitarbeiter der Stadtwerke und des Wasserverbandes Lingener Land keine erhöhten Aluminiumwerte festgestellt worden seien. Das Trinkwasser sei demnach nicht belastet, versicherte Schreinemacher.

Zur Sprache kam in der Sitzung auch das Thema „Wiedervernässung des Mickelmeers“ bei Baccum. Lis verwies darauf, dass es möglicherweise großzügige Fördermittel vom Landkreis gibt. Martin Koopmann (CDU) stellte hingegen den Sinn einer Wiedervernässung infrage.