Investoren erläuterten Planung Bürger in Brögbern stemmen sich gegen Krematorium

Heftige Kritik: Viele Bürger in  Brögbern wehren sich gegen den möglichen Bau eines Krematoriums an der Duisenburger Straße. Foto: Burkhard MüllerHeftige Kritik: Viele Bürger in Brögbern wehren sich gegen den möglichen Bau eines Krematoriums an der Duisenburger Straße. Foto: Burkhard Müller

Lingen. Rund 400 Bürger haben sich am Dienstagabend in der Gaststätte Lübben in Brögbern über die Pläne für ein mögliches Krematorium in Brögbern informieren lassen. Die überwiegende Mehrheit der Bürger sprach sich gegen diese Planungen an der Duisenburger Straße aus.

Kritisiert wurden in der Versammlung insbesondere mögliche Belastungen durch Emissionen. Unter der Leitung von Lingens Oberbürgermeister Dieter Krone hatten die Investoren Bert van der Weide, Wim van der Lee (beide aus den Niederlanden) und der Brögberner Heinz Herrmann Tyding Gelegenheit ihre Pläne einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen. Als weiterer Fachmann stand Elmar Sommer, Sommer-Verfahrenstechnik, bei technischen Fragen zu einer Feuerbestattungsanlage zur Verfügung.

Während Ortsbürgermeister Ludger Stroer auf Anfrage unserer Zeitung im Februar noch gesagt hatte, dass der mögliche Standort an der Duisenburger Straße in Richtung Langen nicht nur von der CDU und SPD getragen werde, sondern auch die Bevölkerung den Planungen „ausschließlich positiv“ gegenüberstehe, bot sich am Dienstagabend ein ganz anderes Bild. Deutlich wurde, dass sich „gefühlte“ 90 Prozent der Anwesenden gegen die Planungen aussprachen.

In seiner Argumentation erläuterte van der Weide, dass das Einzugsgebiet für ein mögliches Krematorium in einem Radius von rund 30 Kilometern um Lingen liege und damit rund 400000 Menschen einbeziehe. Geplant sei, bis zu fünf Kremierungen am Tag vorzunehmen. Dies bedeute, dass pro Jahr in Brögbern bis zu 1500 Feuerbestattungen möglich wären.

Vor diesem Hintergrund betonte Krone, dass nicht nur ein Bebauungsplan, sondern auch ein zusätzlicher städtebaulicher Vertrag weitere Bestattungen oder auch einer Erweiterung der Feuerbestattungsanlage verhinderten.


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