Natalie Herker

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Im Lingener Reitverein fand am Sonntag ein Hofturnier statt. Eingeladen waren auch andere Vereine aus der Nähe, aber es war „nur“ ein kleines Hallenturnier, nicht so groß, wie das Turnier, dass jährlich im Sommer stattfindet und auch nur mit einfacheren Prüfungen (Klasse E und A und Führzügelklasse). So fand das ganze Event auch an einem Tag statt. Vormittags waren die Dressurprüfungen, nachmittags das Springen.

Da mein Pony Hazel und ich auch Mitglied im Verein sind und seit nun einem Jahr regelmäßig zum Springtraining gehen, wollte ich diese Gelegenheit nutzen mein erstes Springen zu gehen. Hazel ist mit mir in dieser Saison bereits dreimal auf Turnier gewesen, allerdings haben wir dabei immer an den Dressurprüfungen teilgenommen. Das Springen liegt mir eigentlich nicht so, denn ich bin in meiner ganzen Reiterkarriere nicht so oft vom Pferd gefallen wie in diesem Jahr Springtraining, aber mein Pony liebt es. Und so haben wir uns also „geeinigt“, sie geht die Dressur für mich und ich gehe das Springen für sie. Ins Gelände gehen wir beide gerne!  Und so haben wir viel Spaß miteinander.

Gestern nun war es also soweit, unser erstes Springen stand an und ich hatte vor keiner Turnierteilnahme so viel Angst und Lampenfieber wie gestern. Alles was ich wollte war, nicht vom Pferd zu fallen und mich nicht im Parcours zu verreiten. (Beides hatte ich im Training schon zur Genüge getan.) Aber vor heimischem Publikum wollte ich mich nicht so blamieren.

Unser erstes Springen war ein Stilspringen, in dem es vor allem darum geht, korrekt zu reiten. Als ich Einritt hatte ich das Herz in der Hose, aber es gab kein Zurück mehr und so bemühte ich mich, alles so zu machen, wie mein Trainer, der mich auch vor Ort nach Kräften unterstützte, es mir gesagt hatte. Durch meine Angst klappte nicht alles, am zweiten Sprung fiel eine Stange, aber das war mir egal. Ich kam über alle Sprünge, verritt mich nicht und war total glücklich. Mehr wollte ich nicht.

Beim zweiten Springen nun ging es darum keine Fehler zu machen und möglichst schnell zu sein. Nach meinem ersten gelungenen Ritt (zur Erinnerung: ich war oben geblieben und hatte mich nicht verritten!) hatte ich nun nicht mehr so viel Angst. Es ging ja und so nahm ich mir vor, das Gleiche nochmal zu schaffen. Ich ritt große Wendungen und ging kein Risiko ein, aber mein Pony, wie oben schon gesagt, springt gerne und sie hat dabei so viel Spaß, dass sie immer kaum zu bremsen ist. Und so machten wir keinen Fehler und hatten auch noch eine gute Zeit. Wir kamen auf den 5. Platz! Ich konnte es kaum fassen und hätte mich über einen Sieg nicht mehr freuen können. Zur Belohnung nahm ich auf dem Rückweg zu unserem Stall den Weg durch den Wald und mein Pony durfte nochmal richtig Gas geben. Im Stall gab es dann Möhren und eine Extraportion Futter. Es war ein toller Tag für uns.


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