Starke Persönlichkeit Lingener Pastorin Edeltraud Sänger im Ruhestand

Von Manfred Buschhaus

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Superintendent Dr. Bernd Brauer entpflichtete Pastorin Edeltraud Sänger aus ihrem Dienst und überreichte Urkunden und Geschenke. Foto: Manfred BuschhausSuperintendent Dr. Bernd Brauer entpflichtete Pastorin Edeltraud Sänger aus ihrem Dienst und überreichte Urkunden und Geschenke. Foto: Manfred Buschhaus

Brögbern.35 Jahre lang hat sich Pastorin Edeltraud Sänger um die ihr anvertrauten Menschen und die Gemeinde gekümmert und sich mit der ganzen Kraft ihrer Persönlichkeit vor allem als Seelsorgerin für ihre Gemeindemitglieder eingesetzt. Mit einem Gottesdienst in der Christuskirche in Brögbern und einem geselligen Beisammensein wurde sie in den Ruhestand verabschiedet.

Viele Bürger aus den Kirchengemeinden, Vertreter der lokalen politischen Prominenz, aus Verbänden, Vereinen und benachbarten Gemeinden wollten diesen Augenblick mit „ihrer“ Pastorin Sänger zusammen erleben. Die Kirche war voll besetzt, viele Gäste fanden im Gemeindesaal keinen Sitzplatz mehr. Die Delegationen der Schützenvereine mit ihren Fahnen und Standarten sowie der Chor und der Posaunenchor standen im Altarraum der Kirche.

Pastorin Sänger predigte über das Matthäusevangelium, Kapitel 6, Verse 25 bis 29: „Gott und dem Glauben treu zu sein“. In dieser knappen Formel fasste sie ihr Lebenscredo zusammen. Wer dann die Freuden des Alltags würdigen, das Glück des Augenblicks und die Schönheit des Besonderen in der ewigen Wiederkehr erkennen könne, der werde sich auch nicht um das Kommende ängstlich sorgen. Er werde das tun, was heute wichtig sei.

Den offiziellen Teil der Entpflichtung von Pastorin Sänger hatte Superintendent Bernd Brauer übernommen. Mit großem Engagement und ihrer ganzen Persönlichkeit habe sie sich stets eingesetzt, betonte er. Deshalb danke er ihr für die Liebe und Treue, mit der sie das Evangelium gepredigt und gelebt habe.

Von 1988 bis 2004 war Sänger in der Klinikseelsorge eingesetzt und ab 2004 in Brögbern als Gemeindepastorin. Brauer überreichte ihr eine Urkunde, ein Stück Bentheimer Sandstein als persönliche Erinnerung und ein Abschiedsgeschenk.

Pastor Wolfgang Becker stellte sich der Gemeinde als Vertreter während der Vakanz vor. Erste Bürgermeisterin Ulla Haar sprach in ihrem Grußwort von der Offenheit, der Toleranz und dem mitfühlenden Handeln – drei wesentliche Eigenschaften, welche die Persönlichkeit von Edeltraud Sänger prägen würden. In der Stadt Lingen und ihren Gemeindeteilen habe sie viele Spuren hinterlassen und das Zusammengehörigkeitsgefühl gestärkt. Es mache sie stolz und glücklich, Menschen wie Sänger in der Stadt zu wissen.

Helmut Mansholt überreichte mit weiteren Mitgliedern des Kirchenvorstandes ein persönliches Geschenk.


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