zuletzt aktualisiert vor

Blick in technische Berufe Wirtschaftsverband Emsland, Agentur für Arbeit und vier Schulen starten Mint-Projekt

Meine Nachrichten

Um das Thema Lingen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Seine Unterstützung für das Mint-Projekt an vier Schulen signalisierte jetzt der Wirtschaftsverband Emsland vertreten durch Dieter Barlage und Norbert Verst (vorn von links) bei einer Tagung in den BBS. 50 Prozent der Förderung übernimmt die Agentur für Arbeit, vertreten durch Dieter Onnen und Angelika Laupenmühlen (Zweiter und Dritte von rechts). Foto: TheilingSeine Unterstützung für das Mint-Projekt an vier Schulen signalisierte jetzt der Wirtschaftsverband Emsland vertreten durch Dieter Barlage und Norbert Verst (vorn von links) bei einer Tagung in den BBS. 50 Prozent der Förderung übernimmt die Agentur für Arbeit, vertreten durch Dieter Onnen und Angelika Laupenmühlen (Zweiter und Dritte von rechts). Foto: Theiling

Lingen. Das Projekt Mint (Mädchen in Technik) wird seit 2009 erfolgreich von der Gesamtschule Emsland angeboten. Diese positiven Erfahrungen haben vier weitere Schulen aus unserem Verbreitungsgebiet veranlasst, ihren Schülerinnen ebenfalls so ein Angebot zu ermöglichen. Alle Beteiligten haben sich jetzt zu einem Arbeitstreffen in den Berufsbildenden Schulen (BBS) Lingen zusammengesetzt.

Als Initiatoren stehen neben den beteiligten Schulen (Friedensschule und Marienschule in Lingen, Franziskus-Demann-Schule in Freren sowie Schulzentrum Lohne) in erster Linie die Agentur für Arbeit und der Wirtschaftsverband als Geldgeber sowie die Berufsbildenden Schulen als Kooperationspartner hinter dem Projekt.

Rund 70 Mädchen werden noch in diesem Halbjahr oder aber spätestens zum nächsten Schuljahr mit dem Wahlpflichtkurs beginnen.

Die Idee von Mint verfolgt gleich mehrere Ziele. Zum einen soll dem zunehmenden Fachkräftemangel in technischen Berufen entgegengewirkt werden. Zum anderen wollen die Initiatoren erreichen, dass Mädchen in sogenannte Männerdomänen Einblick erhalten und auf diese Weise alternative Berufswege erkennen. „Die Mädchen können das. Sie müssen nur dorthin geführt werden“, betonte Dieter Onnen von der Agentur für Arbeit bei dem Treffen. „Wir hätten allein gar nicht die Mittel, so etwas auf die Beine zu stellen“, zeigte sich Schulleiter Dieter Paul von der Friedensschule Lingen dankbar für die vielen Kooperationspartner. „Da das Projekt auf viele Jahre angelegt ist, können wir den Schülerinnen eine Perspektive bieten“, betonte er. Dem konnte Marko Wittstruck von der Marienschule nur zustimmen: „Auch wir hätten nicht ausreichend Ressourcen, Mädchen für Technik zu begeistern.“

Hinnerk Marienhagen, Projektleiter an der Gesamtschule versicherte den Anwesenden aufgrund der Erfahrungen seit 2009, dass sich das Konzept bewährt habe und mit der Zeit immer besser geworden sei.

Langfristiger Prozess

In Mint sieht Mathias Kirchhoff, Geschäftsführer der Deula Freren, mehr als ein Projekt. „Das ist eher wie ein Prozess, der langfristig angelegt ist und so allmählich ein Umdenken in den Köpfen der Eltern und Schülerinnen ermöglichen kann.“

„Wir wollen hier nicht in Konkurrenz treten zu anderen Bereichen wie Hauswirtschaft und Pflege,“ erklärte der BBS-Schulleiter Hermann Jänen. So wie wir bei den Mädchen das Interesse für technische Berufe fördern wollen, könnte ich mir auch umgekehrt Jungen beispielsweise in Kitas oder Hauswirtschaft vorstellen.“

„Wir freuen uns auf das Projek t und wir brauchen das Projekt ,“ betonte Dieter Barlage vom Vorstand des Wirtschaftsverbandes. Den Fachkräftemangel spüre man fast täglich. Der Kontakt zu den Schulen sei wichtig.

Die Finanzierung übernehmen je zur Hälfte die Agentur für Arbeit und der Wirtschaftsverband Emsland. Für das laufende Halbjahr ist ein Kostenplan von rund 20000 Euro erstellt worden. Als ersten Unterstützer konnte der Wirtschaftsverband die Bildungsregion Emsland gewinnen. „Wir sind sicher, dass wir weitere Partner finden werden,“ erklärte Geschäftsführer Verst abschließend.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN